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Radwan, Lukasz
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Die Rückkehr des sozialistischen Realismus
"Offiziell existierte der sozialistische Realismus in Polen nur fünf Jahre lang. In Wirklichkeit ist er aber nie gestorben. Und in der letzten Zeit erlebt er eine wahre Renaissance, vor allem in der Skulptur", stellt Lukasz Radwan fest. Als Beispiel nennt er den Bildhauer Marian Konieczny, der einst das Lenin-Denkmal in Nowa Huta bei Krakau schuf und seit der Wende 1989 imposante Papst-Skulpturen entwirft. Radwan schreibt: "Die Entscheidungsträger, ob aus Warschau oder aus einer Kleinstadt, sind unabhängig von ihrem politischem Hintergrund verrückt nach der Ästhetik des Sozrealismus und bestellen entsprechende Werke bei Künstlern. Mehr noch: sie sind vollkommen davon überzeugt, dass eine Skulptur nur so aussehen kann... Pferd, Säbel, Pathos – daran waren wir gewöhnt. Keine künstlerische Avantgarde konnte an der Weichsel Wurzeln schlagen. Durchschnittliche Kunstrezipienten haben mit Erleichterung auf die Rückkehr des Realismus reagiert, denn sie haben keine Schwierigkeiten, ihn zu verstehen... Die Ästhetik bleibt ungefähr gleich, es verändern sich nur ihre Helden. An die Stelle von Lenin-Skulpturen sind Skulpturen des Priesters Popieluszko, von Pilsudski und vor allem von Johannes Paul II. getreten."
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