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Sadowski, Grzegorz


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Wprost Online - Polen | 15.12.2006

Handelsstreit zwischen der EU und Russland

Im Handelsstreit zwischen der EU und Russland hat Moskau Brüssel angedroht, zum 1. Januar das Einfuhrverbot für Fleisch aus Polen auf die gesamte EU auszuweiten. Hintergrund ist das polnische Veto gegen Verhandlungen um ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Russland, womit Warschau gegen das Einfuhrverbot für polnisches Fleisch protestiert. Grzegorz Sadowski warnt davor, dass sich die EU von Moskau ihre Politik diktieren lässt. "Das Spiel der Russen wird ein interessanter Test für die EU... Brüssel steht heute – wahrscheinlich wegen Polen – am Rande einer ernsthaften Krise mit der russischen Regierung. Aber was uns nicht umbringt, kann uns nur stärken. Doch nur eine entschiedene Antwort aus den europäischen Hauptstädten kann die Union stärken; Nachgeben und Zögern werden als Schwäche ausgelegt. Käme es soweit, bliebe eine gemeinsame Außenpolitik ein Traum."

Wprost Online - Polen | 03.10.2006

Moskau warnt Polen vor US-Raketenabwehrsystem

Russland hat am 3. Oktober Polen davor gewarnt, Teile eines Raketenabwehrsystems der USA auf seinem Territorium zu installieren. In diesem Fall werde Moskau "geeignete Maßnahmen" ergreifen, erklärte das russische Außenministerium. Grzegorz Sadowski kommentiert: "Interessant ist der Widerspruch zwischen dem Ton des Ministers und den Worten des Ressortsprechers. Das ist charakteristisch für die Art, wie Russen verhandeln. Einer von ihnen ist der Gute, spricht von Partnerschaft, Achtung und partnerschaftlichen Beziehungen, der Andere ist der Böse, der mit Strafe droht... Mit wem sollte man eher sprechen und wem gegenüber Eingeständnisse machen? Natürlich mit dem Guten, der in diesem Fall Minister Lawrow ist... Seltsam jedoch ist, dass Lawrow, der weiß, wie gespannt die polnisch-russischen Beziehungen sind und von ihrer Verbesserung spricht, gleichzeitig so scharfe Worte an die Presse geben lässt."

Wprost Online - Polen | 10.05.2006

Polens chaotische Außenpolitik

Polen hat eine neue Außenministerin. Der konservative Staatspräsident Lech Kaczynski ernannte am 9. Mai die bisherige Vizeministerin Anna Fotyga zur Nachfolgerin des parteilosen Stefan Meller, der am 28. April aus Protest gegen den Eintritt des Populisten Andrzej Lepper in die Regierung zurückgetreten war. Fotyga war früher Europaabgeordnete der Kaczynski-Partei PiS und schon in den achtziger Jahren eine enge Mitarbeiterin des heutigen Präsidenten. Grzegorz Sadowski kommentiert: "Nun hat der Präsident vollen Einfluss auf die Außenpolitik bekommen. Zweifellos wird die neue Ministerin lediglich seine Verbindung zur Regierung sein und seinen Anweisungen folgen. Das Problem ist, dass Lech Kaczynski ... geringe Erfahrung in der Außenpolitik hat... Die polnische Außenpolitik ist heute disparat, konzeptionslos und chaotisch... Ich fürchte, auch mit Anna Fotyga als Außenministerin wird es nicht besser."

Wprost - Polen | 19.04.2006

Springers Engagement in Polen

Nach der gestrigen Erstausgabe der neuen polnischen Tageszeitung 'Dziennik' des deutschen Verlegers Axel Springer sorgt sich Grzegorz Sadowski um die Pressefreiheit. "Du wirkst an der Zerstörung der polnischen Presse mit - musste sich eine Journalistin der 'Gazeta Wyborcza' anhören, als sie kundtat, dass sie zum Verleger Axel Springer wechseln würde. Die neue Zeitung von Springer bedeutet nicht nur Krieg mit der 'Gazeta Wyborcza', sondern auch die nächste Phase im Kampf um den polnischen Pressemarkt - einem Markt, auf dem die deutschen Konzerne bereits eine große Rolle spielen. Die Aktivität der großen deutschen Verleger in unserem Teil Europas kann nicht nur zur Monopolisierung des Marktes, sondern auch der Meinungen führen."

Wprost - Polen | 21.03.2006

Weißrussland nach den Wahlen

Im Zusammenhang mit den manipulierten Präsidentschaftswahlen in Weißrussland wirft Grzegorz Sadowski einen düsteren Blick, auch auf Russland: "Weißrussland unter Lukaschenko geht rückwärts. Hinterher folgt das mit einer stabilen Macht zufriedene Russland. Während Weißrussland sich wieder der Stalin-Zeit nähert, steckt Russland noch in der späten Sowjetzeit. Es gibt keine unabhängigen Medien, ausländische Organisationen werden als fremde Agenturen bezeichnet, und diejenigen, die eigene politische Ambitionen haben, verwirklichen diese in sibirischen Arbeitslagern. Das Problem ist: Je länger Russland und Weißrussland in diese Richtung gehen, desto schwerer wird es, sie aufzuhalten."

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