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22.11.2008

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Salomon, Martina


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Presse - Österreich | 05.11.2008

Gratisstudium unter schlechten Bedingungen

Die Abschaffung von Studiengebühren in Österreich ab dem nächsten Sommersemester macht das Land nicht sozialer, glaubt die Tageszeitung Die Presse: "Besonders grotesk an der jetzigen Situation ist ja, dass Fachhochschulen sowohl Gebühren als auch Studienbeschränkungen haben dürfen. Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb verzeichnen sie, wie auch private Lehrgänge mit zum Teil empfindlichen Kosten, eine kräftig steigende Nachfrage. Das barrierefreie Gratisstudium wiegt nämlich mangelnde Struktur an den Universitäten, überfüllte Hörsäle und unsichtbares Lehrpersonal nicht auf. Solche Probleme werden sich mit der ebenfalls beschlossenen, total unsinnigen Erhöhung der Zahl an Medizinstudenten noch verschärfen. Auch das 'Patientengut' für die Ausbildung ist ja nicht beliebig erweiterbar. ... Danke schön für die Mittelstandsentlastung. Aber hätte man nicht etwas Sinnvolleres finden können?"

Die Presse - Österreich | 04.03.2008

Drohendes Ende der Großen Koalition in Österreich

Nachdem die österreichischen Sozialdemokraten einem Untersuchungsausschuss zugestimmt haben, der Korruptionsvorwürfe gegen den Koalitionspartner, die konservative ÖVP, prüfen soll, steht die Große Koalition auf der Kippe. Eine Koalition der SPÖ mit der rechtspopulistischen FPÖ sei jedoch ebenso wenig wahrscheinlich wie ein Bündnis mit den Grünen, meint Martina Salomon, die für die SPÖ keinen Ausweg aus dem bisherigen Bündnis sieht: "Der Selbstbeschädigungsprozess der heimischen Politik ist so weit fortgeschritten, dass eine Neuwahl für den amtierenden Bundeskanzler russisches Roulette wäre. Dank der explosionsartig wachsenden 'Partei' der Nicht- und Weißwähler lässt sich ein Wahlausgang kaum prophezeien. Die SPÖ läuft Gefahr, trotz frisch geölter Wahlmaschinerie auf Platz zwei zu landen. Weil die Großen wohl abrutschen, werden sich Alternativen zur Großen Koalition kaum ausgehen."

Die Presse - Österreich | 14.02.2006

Beschränkung des Uni-Zugangs

Österreich versucht seit längerem die große Zahl deutscher Medizin-Studenten an seinen Universitäten zu begrenzen. Eine erste Reglementierung wurde vom Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Sommer 2005 für rechtswidrig erklärt. Nun gibt es einen neuen Vorschlag, Martina Salomon kommentiert: "Die neue Uni-Ausländerquote löst vorübergehend das EuGH-Problem. Was fehlt, ist ein seriöser Bildungsplan... Rechtlich ganz astrein ist die neue Zugangsregelung - 75 Prozent der Plätze an den Medizin-Unis bleiben für Österreicher reserviert - wohl nicht. Doch sie hält uns das Problem eine Zeitlang vom Leib. Jedenfalls bis zum nächsten Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Belgien macht es übrigens nicht anders. Das mit französischen Uni-Flüchtlingen kämpfende Land hat Anfang Februar eine ähnliche Lösung verkündet: Der Ausländeranteil an den betroffenen Unis wurde auf 30 Prozent limitiert."

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