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Salvati, Michele
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Michele Salvati über den mangelnden Bürgersinn der Italiener
Der italienische Politologe Michele Salvati meint, dass "Italien ein reiches Land ist. Es hat seinen Platz unter den westlichen Ländern, aber es leidet seit langem an mangelndem Bürgersinn... Heute bedauern nicht nur Moralisten diesen fehlenden Gemeinsinn, sondern auch Ökonomen und Soziologen, die entdeckt haben, dass 'soziales Kapital' ein wichtiger und mächtiger Antrieb für Entwicklung ist. Der Bürgersinn, das Vertrauen in die Institutionen, die Fähigkeit zu ehrlicher Zusammenarbeit sind unabdingbar... Das Programm einer politischen Klasse, die diesen Namen verdient, muss auch die Lösung dieses 'alten italienischen Problems' auf der Agenda haben... Wir brauchen eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber illegalem Handeln. So könnte man langfristig das Verhalten der Italiener ändern. Bürgersinn und legales Handeln würden Bestandteil unserer Mentalität."
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Prodis Rentenreform
Zum Abbau des hohen italienischen Haushaltsdefizits plant die Regierung von Romano Prodi für das Jahr 2007 eine Reform der Altersversorgung. Die am 23. Oktober erzielte Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden erlaubt es den italienischen Arbeitern nun, ihre Beitragszahlungen wahlweise an eine öffentliche Organisation zu übertragen. Der italienische Wirtschaftswissenschaftler Michele Salvati findet die laufende Reform nicht transparent genug. "Die Finanzgesetzgebung zu entschlacken und von ihren Unstimmigkeiten zu befreien, ist das Einfachste an der ganzen Sache. Viel schwieriger wird es sein, in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften eine klare Vorstellung davon zu vermitteln, wie die Regierung zu den Renten und zum öffentlichen Dienst steht... Damit wir unser politisches Urteil über dieses Finanzgesetz und diese Regierung ändern, brauchen wir einen Beweis von Mut: wenigstens ein Dokument, das klare Auskunft über die Zielsetzungen dieser 'konzertanten' Regierung gibt."
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Klassengegensätze sind aufgehoben
Bei einem Treffen des italienischen Arbeitgeberverbands am vergangenen Samstag hat sich Premierminister Silvio Berlusconi ernsthaft überrascht bis entsetzt gezeigt, dass die italienischen Industriellen links wählen könnten. Der Wirtschaftswissenschaftler Michele Salvati reagiert auf den Zornesausbruch des italienischen Regierungschefs: "Mitte-Rechts und Mitte-Links sind heutzutage zwei politische Sammelbewegungen, die den amerikanischen Demokraten und Republikanern ähneln... Natürlich äußert das Mitte-Links-Bündnis Besorgnis angesichts der Armut und neigt dazu, öffentliche Gelder auszugeben, während das Mitte-Rechts-Bündnis grundsätzlich Misstrauen gegen die Intervention des Staates hegt und auf traditionelle Werte besteht. Gott, das Vaterland und die Familie... Trotz dieser unterschiedlichen Ausrichtungen - die beide gemäßigt sind - haben weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer Grund, sich in ihren wesentlichen Interessen bedroht zu fühlen: der Klassenkampf ist vorbei."
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