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Semo, Marc
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Harter Schlag für Paris
Die Tageszeitung Libération macht sich über die Auswirkungen der Weigerung des polnischen Präsidenten auf den französischen EU-Ratsvorsitz Gedanken: "Das Unglück geht weiter. Anscheinend zumindest: Nur wenige Stunden nach dem gestrigen Beginn der französischen EU-Ratspräsidentschaft verkündete der konservative polnische Präsident Lech Kaczynski ..., dass er den Vertrag von Lissabon nicht unterzeichnen werde. ... Dies ist ein neuer harter Schlag für Paris, wo man hoffte, eine Zuspitzung der Krise und ein Ansteckungseffekt unter den acht Ländern zu verhindern, die dieses Dokument ... noch nicht offiziell ratifiziert haben."
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Anschlagsserie in der Türkei
"Dieser Konflikt droht den Weg der Türkei in die EU zu erschweren", kommentiert Marc Semo. "Der Druck Brüssels hat zu Reformen geführt, die den Minderheiten kulturelle Rechte garantieren, wie etwa den Gebrauch der kurdischen Sprache in den Medien. Diese Veränderungen gehen aber einem Teil der Bevölkerung, vor allem im Südwesten, nicht weit genug. Im vergangenen April gab es gewaltsame Aufstände in Diyarbakir und Demonstrationen, bei denen Jugendliche die Freilassung von Abdullah Öcalan forderten. Der Führer der PKK dirigiert auch aus dem Gefängnis heraus mit eiserner Hand, was von seiner Organisation übrig blieb. Öcalan hofft, sich durch seine Machtdemonstration zu einem unverzichtbaren Gesprächspartner zu machen, wenn es um eine Lösung der Kurdenfrage in der Türkei geht. Die Regierung lehnt Verhandlungen mit 'Terroristen' allerdings ab."
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Die Zukunft des Kosovo nach dem Tod Rugovas
"Das Verschwinden desjenigen, den man wegen seiner Strategie der Gewaltlosigkeit 'Gandhi des Balkan' nannte, macht den Ausgang der Verhandlungen noch ungewisser, denn nur er, der 'Vater der Nation', verfügte über ein ausreichendes Prestige, um der albanischen Bevölkerung des Kosovo, die immer ungeduldiger nach einem eigenen Staat strebt, Konzessionen abzuringen", schreibt Marc Semo. Rugovas Partei, die nach dem Krieg triumphierte, "läuft Gefahr, den Tod ihres Gründers nicht zu überleben. Die meisten führenden Figuren sind ausgetreten, weil sie der Selbstherrlichkeit des Chefs überdrüssig waren. Die übrigen bekriegen sich vor dem Hintergrund einer flächendeckenden Korruption."
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