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Seux, Dominique
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Olympische Fackel im Sturm
Zeigt sich Frankreich China gegenüber weiterhin undiplomatisch, wird es wirtschaftlich darunter leiden, warnt die Tageszeitung Les Echos in ihrem Leitartikel: "Es ist nur ein kleines Signal und wird vielleicht niemals offiziell bestätigt werden. Pekings Bürgermeister hat beschlossen ..., für mindestens drei Monate keine französischen Investitionen mehr auf seinem Territorium zuzulassen. ... Über die Ursache gibt es kaum einen Zweifel: Dies ist eine neue Etappe in dem Sturm, der die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seit dem Frühjahr erschüttert. ... Die Bilder von den Zusammenstößen beim olympischen Fackellauf in Paris, die um die Welt gingen und das Zögern Nicolas Sarkozys, was seine Anwesenheit bei der olympischen Eröffnungszeremonie angeht, haben [die Chinesen] sehr verärgert. ... [Frankreich] ist das einzige Land, für das die politischen Spannungen vermutlich wirtschaftliche Folgen haben werden. ... Sollte sich herausstellen, dass die französischen Unternehmen Opfer von Benachteiligung sein werden, hat Frankreich dieses Spiel nicht besonders gut gespielt."
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Angst vor der Inflation
Ganz Europa leidet unter der steigenden Inflation. Die Wirtschaftszeitung Les Echos geht auf die verschiedenen Aspekte der französischen Debatte ein: "Eines steht fest: Die Rückkehr der Inflation hat die Funktionsweise der Wirtschaft schon verändert und wird dies auch weiterhin tun. ... Die schlechte Nachricht ... ist, dass die Großindustriellen, die bisher die Preissteigerungen der Rohstoffe 'bestimmt' haben, ihre Ansichten ändern. Der Chef von Renault-Nissan Carlos Ghosn ist nicht der einzige - er kündigte an, dass die Preise für seine Autos steigen werden. ... Nach den Ferien wird sich auch die Lohnfrage wieder stellen. Viele Chefs wissen, dass die Gewerkschaften [von der Inflation] profitieren wollen, ... um erhebliche Gehaltserhöhungen durchzusetzen. Die gute Nachricht ist, dass in der Debatte wenigstens niemand von den angeblichen Vorteilen der Inflation redet. ... Die Schlussfolgerung ist zwar nicht sehr befriedigend, aber sie ist kaum anzuzweifeln: Wie seine Nachbarn ist Frankreich dazu gezwungen, damit zu leben."
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Verhängnisvolle 35 Stunden
Die Wirtschaftszeitung Les Echos schaltet sich in die aktuelle politische Diskussion um die 35-Stunden-Woche in Frankreich ein: "Schwer einzuschätzende wirtschaftliche Folgen und eines der komplexesten Arbeitsgesetze weltweit: man kann kaum behaupten dass die 35-Stunden-Woche, die gestern zehn Jahre alt wurde, ein voller Erfolg ist. ... Ihre Verteidiger sprechen von einer großen sozialen Errungenschaft, doch die Kosten wurden von den Unternehmen um den Preis gesteigerter Produktivität und stagnierender Gehälter absorbiert. Auf die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeit zu verzichten, ist dennoch nicht realistisch. Es würde zu unüberwindbaren praktischen Problemen führen. Außerdem würde dies einen Bruch mit der Sozialgeschichte Frankreichs darstellen, der nicht möglich und auch nicht sinnvoll erscheint." Der Autor stimmt mit der Regierung darüber ein, dass das Heil nur in flexibleren Arbeitszeiten liegen kann: "Die einzige Lösung ist, Arbeit als Wert weiter zu propagieren und auf das wirksamste Prinzip 'Wer mehr arbeitet, verdient mehr' zu setzen."
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Nicolas Sarkozy als Wirtschaftspolitiker
"Das Treffen mit der Eurogruppe, das Nicolas Sarkozy heute Abend in Brüssel absolviert, ist sicherlich eines der wichtigsten seit seinem Amtsantritt", schreibt Dominique Seux. "Der Staatschef möchte seine Wirtschaftspolitik einem Auditorium vortragen, das weit davon entfernt ist – und das ist noch ein Euphemismus - , mit seinen Vorstellungen einverstanden zu sein... Frankreich hält sich schon zu lange nicht an die vorgegebenen Normen, um bei seinen Partnern glaubwürdig zu sein. Es verlangt auf Dauer eine Wirtschaftsregierung der Eurozone, tanzt aber bei den öffentlichen Ausgaben aus der Reihe, weil es sich weigert, die Wachstumsperioden zur Entschuldung zu nutzen und so Spielraum für Phasen langsameren Wachstums zu gewinnen... Zum ersten Mal dürfte Frankreich dieses Jahr – laut einem Bericht, der am 13. Juni in Brüssel vorgestellt wurde – das europäische Land sein, das die höchsten öffentlichen Ausgaben (53,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) innerhalb der Union der 27 hat."
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