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Stackl, Erhard
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Lauter Sieger, lauter Verlierer
Laut dem Standard stehen die Zeichen in Bolivien auf politischer Konfrontation: "Klare Verhältnisse wollte Boliviens linker Präsident Evo Morales schaffen. Per Referendum sollte darüber entschieden werden, ob er selbst und die weit rechten Chefs von vier gegen ihn aufstehenden Provinzen im Amt bleiben. Nun haben beide Seiten gewonnen, und es ist zu befürchten, dass sich die Konfrontation noch verschärft. ... Morales ... scheint ... einen Wahlsieg als Vollmacht für die totale Umgestaltung des Landes zu betrachten. Das Ziel der nachhaltigen Armutsbekämpfung verdient Sympathie. Es ist aber ein Zeichen von mangelndem Realismus, wenn ein Präsident Teile der Bevölkerung massiv gegen sich aufbringt, statt den Kompromiss zu suchen. Kommt der nicht zustande, steht in Ländern wie Bolivien als oberste Instanz immer die Armee bereit."
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Der schottische Flirt mit dem Separatismus
Erhard Stackl hält die Warnungen Tony Blairs, die nationalistischen "Reaktionäre" würden Schottland wirtschaftlich in den Untergang führen, für übertrieben. "Wer einmal erlebt hat, wie SNP-Chef Alex Salmond auf den Straßen von Glasgow von aus Pakistan stammenden Geschäftsleuten freundlich empfangen wurde, wird sich mit der Kategorisierung der SNP als dumpfbackige und fremdenfeindliche Kiltträger schwer tun. Mit einem gesellschaftspolitisch links von Labour stehenden Programm und mit von Irland abgeschauten Plänen einer für Unternehmer und Investoren vorteilhaften Steuerreform passen sie schlecht zu Blairs Zerrbild. Ein in der EU vereintes Europa, in dem die Grundregeln in Brüssel festgelegt werden, begünstigt die (relative) Selbstständigkeit von Regionen ebenso wie die vernetzte Mediengesellschaft (was der Theoretiker Marshall McLuhan schon vor Jahrzehnten prophezeit hat)."
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Schweden wählt
Erhard Stackl bescheinigt den schwedischen Politikern einen eher langweiligen Wahlkampf, der sich einzig durch einen ideologischen Seitenwechsel der Konservativ-Gemäßigten auszeichnete: "Die Moderaten und ihre Partner, die bei früheren Wahlgängen neoliberale Konzepte weg vom Staat anpriesen und damit untergingen, bekennen sich heuer lautstark zum Wohlfahrtsstaat." Außerdem ist Stackl aufgefallen, dass die "Ausländerfrage" im Wahlkampf keine Rolle spielte – ebenso wie "die Atomkraft im Wahlkampf der wenig zu Emotionen, auch nicht zu Ängsten neigenden Schweden kaum vorkommt, obwohl es im Juli im AKW Forsmark einen erheblichen Störfall gegeben hat. Laut einer soeben durchgeführten Umfrage befürworten 53 Prozent der Schweden dennoch den Erhalt ihrer AKWs."
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