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Tamás, Ervin
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Regierungskrise in Ungarn
Die liberale ungarische Gesundheitsministerin Ágnes Horváth ist am Montag von Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány entlassen worden. Ihre Entlassung geschah infolge des von der Opposition betriebenen Referendums vor drei Wochen, bei dem sich eine Mehrheit unter anderem gegen die von der Regierung beschlossene Praxisgebühr ausgesprochen hatte. Nun erwägt ihre Partei, die SZDSZ, die Koalition zu verlassen. Ervin Tamás fragt, was nun kommt: "Eine Minderheitsregierung? Mit formaler Unterstützung der Liberalen? Wie sollen die Reformen angesichts der stagnierenden Wirtschaft und des nachlassenden Vertrauens und Selbstvertrauens weiter geführt werden? Gyurcsány, so befürchte ich, wird wie eine lahme Ente agieren."
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Machtwechsel in Ungarn?
Am kommenden Sonntag findet in Ungarn ein Referendum über die letztes Jahr eingeführten Gesundheits- und Studiengebühren statt. Die Abstimmung wird von Oppositionsführer Viktor Orbán zum Votum über die sozialliberale Regierung von Ferenc Gyurcsány stilisiert. Ervin Tamás kommentiert: "Zwischen Regierung und Opposition herrscht kein normales Verhältnis mehr, sondern es entspricht einer maßlos gespaltenen Gesellschaft, dem Hass, der ins Private vordringt, und den Emotionen, die auf die Straße hinausgetragen werden. Natürlich sind viele der Meinung, die Aufregung könnte ein Ende haben, sobald Ministerpräsident Gyurcsány von der Bildfläche verschwindet. Mit einer Flut von Ja-Stimmen könnte dies auch durch das Referendum erreicht werden... In jedem Fall werden alle Beteiligten das Ergebnis nach ihrem Gutdünken ausgelegen, dabei ist das Ganze nichts anderes als eine einzige große Schlappe. Und möglicherweise kommt bald ein neues Referendum auf uns zu."
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