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Presseschau / Autorenindex


Tamayo, Juan José


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El Diario Vasco - Spanien | 26.02.2007

Juan José Tamayo über die Große Moschee von Córdoba

Die muslimische Gemeinschaft in Spanien hat vorgeschlagen, die Große Moschee von Córdoba, die nach der christlichen Wiedereroberung 1236 Kathedrale wurde, in ein ökumenisches Gotteshaus zu verwandeln. Doch Juan José Asenjo, Bischof von Córdoba, hat für das gemeinsame Beten von Muslimen und Christen nichts übrig. Der spanische Theologe Juan José Tamayo bedauert seine ablehnende Haltung: "Wir sollten nicht vergessen, dass Córdoba jahrhundertelang das herausragende Beispiel für das Miteinander von drei Kulturen und Religionen war. Die Moschee ist zweifelsohne das bedeutendste historische Wahrzeichen des europäischen Islam. Beinahe acht Jahrhunderte lang haben Muslime in Spanien gelebt, genauer gesagt 781 Jahre... Gibt es einen geeigneteren Ort der Begegnung als diese Moschee-Kathedrale in Córdoba, die zum Weltkulturerbe zählt und und ein Ort der Vermischung der drei religiösen Traditionen war: der jüdischen, der christlichen und der muslimischen? Das Gebet ist das Wesentliche der Religion, es gibt es in allen Religionen. Warum ist dem Bischof von Córdoba so daran gelegen, zu trennen, was die Religionen verbindet?"

El País - Spanien | 06.04.2006

Das Machtstreben der katholischen Kirche

Der katholische Theologe Juan Jose Tamayo betont, wie wichtig die "Unabhängigkeit von Exekutive, Legislative und Judikative ist, um Despotismus zu verhindern" und stellt fest, dass die Kirche eben diese Unabhängigkeit nicht hat. "Der Papst vereint alle diese Gewalten als Souverän des Vatikan-Staats", und dieser Geist hat heute auch die katholische Kirche in Spanien erfasst. "In der Zeit der Transition [nach Francos Tod] hat die Kirche an der Demokratisierung der spanischen Gesellschaft teilgenommen. Jetzt hat die katholische Führung eine überraschende Wendung vollzogen: Sie kann sich mit der Säkularisierung nicht anfreunden, sie fühlt sich in der Demokratie nicht wohl und hat den Eindruck, dass sie verfolgt und diskriminiert wird. Das führt dazu, dass sie für die Wiedererlangung ihrer verlorenen Macht kämpft, einen täglichen und offenen Kampf gegen die drei Gewalten des Staates."

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