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Tanács, István
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Lebensmittelkontrollen zum Weihnachtsfest
"Der Advent naht, da kann man damit rechnen, dass Kontroll-Kommandos auftauchen und beschlagnahmte Lebensmittel vor den anwesenden Fernsehkameras in die Kompostierungsmaschine kippen," schreibt István Tanács über die alljährlichen Lebensmittelkontrollen in Ungarn. "Diese Szene... ist der Auftakt zum Fest der Liebe. Die Behörden wollen zeigen, wie sehr ihnen die Lebensmittelsicherheit und die Steuereinnahmen am Herzen liegen. Schon schauen die Schwarzschlachter besorgt aus dem Kühlhaus, wo Schwarzarbeiter gerade das Fleisch umetikettieren, und man denkt, nun werde die Welt endlich erlöst. Aber nein: Der Eifer der Kontrolleure bleibt auf lange Sicht erfolglos, solange die, die im letzten Jahr ertappt wurden, nicht im Gefängnis landen, sondern ihr Handwerk weiterhin ausüben können. Die öffentliche Kompostierung ist zwar medienwirksam, abschreckend aber wären vor allem rechtskräftige Urteile."
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Péter Balázs schlägt eine Westbalkan-Union vor
Der ungarische Wirtschaftswissenschaftler Péter Balázs anwortet im Interview mit István Tanács auf die Frage, welche Chancen die Staaten des Westbalkan haben, der EU beizutreten: "Die Beitrittskriterien müssen von jedem einzelnen Kandidaten erfüllt werden. Doch Serbien könnte einen großen Schritt nach vorn tun, wenn es ein einheitliches Programm für den Westbalkan aufbauen würde. Bei den Beitrittsverhandlungen steht Serbien ziemlich weit hinten: Erst kommt Kroatien, dann die Türkei und Mazedonien... Es wirkt, als hätte Serbien sich an der falschen Kasse angestellt, seine Schlange kommt wegen der Türkei nicht voran. Überholen könnte man nur mit einem spektakulären, gemeinsamen Westbalkan-Projekt, das Slowenien und Kroatien einschließt und dessen Leitung Serbien übernehmen könnte."
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Europäische Grenzregionen
Eszter Csókási koordiniert für die ungarische Seite die Zusammenarbeit im rumänisch-serbisch-ungarischen Länderdreieck und ist Präsidiumsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG). Im Gespräch mit István Tanács fordert Csókási, dass die Grenzregionen der neuen Mitgliedstaaten in die Zusammenarbeit integriert werden sollen: "Auch in Mitteleuropa und Osteuropa wurden solche Euroregionen gegründet, aber in internationalen Organisationen sind sie leider noch nicht aktiv... Wir sollten uns andere Grenzregionen als Vorbild nehmen. Ich habe erfolgreiche Projekte gesehen, die ich früher nie für möglich gehalten hätte. Die Bürger der niederländisch-deutsch-belgischen Grenzregion haben beispielsweise eine Versichertenkarte, die für alle drei Länder gültig ist. Die Krankenkassen und die Krankenhäuser der Grenzregion arbeiten eng zusammen: wenn das Krankenhaus auf der deutschen Seite gerade kein leeres Bett hat, wird der Patient ins niederländische Krankenhaus gebracht und sein Arzt kommt aus Deutschland mit, um ihn zu operieren."
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Ungarisches Parlament stellt sich hinter Premier Gyurcsány
Am Freitag hat Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány eine Vertrauensabstimmung im Parlament klar gewonnen. Vor der Abstimmung hatte er sich dafür entschuldigt, dass er vor der Parlamentswahl im April die wirtschaftliche Lage des Landes beschönigt hatte. Am Wochenende fanden in Budapest dennoch neue Massenproteste statt, bei denen der Rücktritt des Ministerpräsidenten gefordert wurde. Istvan Tanacs kommentiert: "Durch die Vertrauensabstimmung und die verspätete Entschuldigung des Ministerpräsidenten hat die Regierung zugegeben, dass die Regierungsparteien die Kommunalwahlen vom 1. Oktober zum Teil wegen des Lügenskandals verloren haben. Die Wähler sind also nicht nur wegen der Sparmaßnahmen, sondern auch aus moralischen Gründen empört. Nach dem positiven Ergebnis der Vertrauensabstimmung könnte sich die Regierung nun auf die Reformen konzentrieren. Dazu wäre es aber notwendig, dass die Massendemonstrationen allmählich abklingen und nur noch die rechtsradikalen Kräfte vor dem Parlament demonstrieren, die die Opposition kompromittieren."
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