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Tauxe, Chantal
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Grüner Protektionismus in der Schweiz
Chantal Tauxe bedauert die Weigerung der Genfer Behörden, einen Teil des italienischen Mülls zu entsorgen: "Ob nun der Müll aus Neapel in unseren Anlagen verbrannt wird oder nicht, wir haben uns in jedem Fall damit übel beschmutzt. Wir erleben eine neue Art nationalistisch gesinnter Umweltschützer. Ob sie sich nun Grüne nennen oder nur ein entsprechendes Mäntelchen im Wahlkampf umhängen, sie wollen nicht, dass der Müll aus Kampanien hier verbrannt wird, auch wenn das unsere überdimensionierten Verbrennungsanlagen zeitweise rentabel machen würde. Sagen wir es doch ganz offen: Die Italiener sollen ihren Scheiß behalten! Auf einem perfekten und umweltfreundlichen Planeten, wie ihn diese neuen Ayatollahs des richtigen Denkens propagieren, würde man den Müll sicherlich in allernächster Nähe des Ortes, wo er anfällt, entsorgen... Aber angesichts des Klimawandels und der Luftverschmutzung muss man solidarisch sein und sich gegenseitig helfen."
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Die Schweiz als passives EU-Mitglied
Chantal Tauxe kommentiert eine Umfrage, laut derer es nur 17 Prozent der Schweizer bedauern, nicht in der EU zu sein. "Mit ihren bilateralen Verträgen hat sich die Schweiz heimlich den Status eines passiven EU-Mitglieds geschaffen. Wir hängen am gemeinschaftlichen Besitzstand, wenn unser Interesse es erfordert, das heißt eigentlich fast immer, da wirtschaftliche Überlegungen unser Handeln leiten. Wir lassen die von der EU getroffenen Bestimmungen in unsere Gesetze einfließen, als entsprängen sie unserem eigenen Denken und als kennten wir ihren Ursprung nicht. Wir zahlen Beitrag - sicher weniger, als wenn wir Mitglied wären. Aber wir entscheiden nichts. Wir schlagen nichts vor. Wir jammern, bleiben aber ein politischer Gartenzwerg. Gleichzeitig tun wir so, als hätten wir der EU und der Welt in puncto Demokratie, Minderheiten- und Menschenrechte jede Menge zu sagen."
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