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Tegenbos, Guy
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Studenten wollen nicht ins Ausland
Nach einer Umfrage unter Studenten will nur jeder fünfte flämische Student einen Teil seines Studiums im Ausland absolvieren. Das sei alarmierend, schreibt die Tageszeitung De Standaard: "Kaum jeder fünfte Student überschreitet die Grenzen. Man kann darüber streiten, ob die Bereitschaft in anderen Ländern höher ist. Aber für Flandern ist das auf jedenfall zu wenig. Es ist gut in Flandern, aber Flandern ist viel zu klein, um in sich gekehrt zu sein. Flandern hat jedes Interesse an Offenheit. Es braucht eine junge Generation, die im Ausland, in der Welt zu Hause ist. Für die flämischen Universitäten und Hochschulen gilt dasselbe wie für Flandern: Es ist dort gut, aber sie sind zu klein und zu begrenzt, um unseren Studenten alles zu lehren, was es zu lehren gibt. Universitäten und Hochschulen haben die Pflicht ihre Studenten strenger, als das einige nun tun, dazu zu drängen, in die Welt zu ziehen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Erziehung / Ausbildung / Bildung, » Belgien
Krawalle zwischen Hooligans und Migranten
Die schweren Krawalle in Anderlecht zwischen Fußballhooligans und Migranten dürften nicht in der Integrationsdebatte missbraucht werden, warnt die Tageszeitung De Standaard und verweist in diesem Zusammenhang auf die Rolle der Politik, die dem muslimischen Politiker Abou Jahjah Anstiftung zur Polarisierung und Gewalt vorwarf. Er steht derzeit vor Gericht. "Die Ausschreitungen in Anderlecht am Wochenende waren schockierend. ... Eine Schlacht, zu der durch verfeindete Gruppen bewusst aufgerufen wurde, die dazu ein unschuldiges Schlachtfeld auswählten, das kannten wir noch nicht. Und das wollen wir auch nie wieder sehen. ... Strenge Strafen, dazu rufen auch die Justiz- und Innenminister das Gericht auf. Das ist ihr Recht und sogar ihr Job. Doch muss man immer aufpassen, wenn Minister solche Aussagen machen. Das Gericht muss in seinem Vorgehen gegenüber Verbrechen berücksichtigen, was die Gesellschaft braucht und auch was für eine Symbolwirkung die Urteile haben, aber gegenüber individuellen Angeklagten muss es von den Tatsachen ausgehen und nicht von Vermutungen oder Erwartungen der Politik. Es muss Täter strafen, und keine Sündenböcke suchen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Integration, » Sport, » Belgien
Europarat berät über belgische Bürgermeister
Seit heute befassen sich zwei Berichterstatter des Europarates mit dem belgischen Streit um die Ernennung von drei Bürgermeistern. Die französischsprachigen Kandidaten wurden dabei von niederländischsprachigen Gemeinden abgelehnt, weil sie kein Niederländisch sprachen. Die Berichterstatter "stecken die Hand in unser Wespennest", kommentiert Guy Tegenbos. "Die Frage ist, ob sie [die Vertreter des Europarates] ... den Realitätssinn haben, einzusehen, dass es nicht um die Frage geht, ob ein französischsprachiger Einwohner Bürgermeister in einer flämischen Kommune werden kann. Es geht vielmehr um die Frage, ob eine Regierung gezwungen werden kann, einen Kandidaten zu ernennen, der sich weigert, das Gesetz zu befolgen. ... Seit sich die flämischen Parteien nicht ohne Erfolg immer wieder auf internes belgisches Recht berufen, ... haben sich französischsprachige Vertreter an internationale Foren gerichtet und verbreiten dort das Bild, dass sie eine bedrohte Gruppe in Belgien sein, die gegen die machtlüsterne flämische Mehrheit nicht verteidigt wird. Mehrfach hat sich gezeigt, dass Flandern auf internationaler Ebene nur unzureichende Überzeugungskraft hat, um diesen Fallen auszuweichen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Belgien, » Europa
Kann Belgien seine Krise überwinden?
Guy Tegenbos überlegt: "Wenn die flämischen Parteien einseitig für die Teilung des Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilvoorde (BHV) stimmen, kommt es zu einer Staatskrise. Man hat das Gefühl, einem Spiel zuzuschauen, bei dem der eine Spieler darauf wartet, dass der andere die Geduld verliert und einen Fehler begeht... Die verschiedenen Parteiführer haben nicht mehr Belgien als gemeinsamen Bezugspunkt, sondern ihre Gemeinschaft. Die frankophonen Parteien sprechen sich zwar für die Einheit Belgiens aus, vertreten aber nur die Interessen Walloniens. Es gibt keine belgischen Politiker mehr... Auch wenn die flämischen Parteien darüber reden wollen, wie man Regierungsfähigkeit erreicht, verweigern die wallonischen Parteien die Diskussion. Wenn sich das nicht ändert, wird es nicht möglich sein, eine Bundesregierung zu bilden. Die Wallonen können versuchen, den Flamen Zugeständnisse zu entlocken, aber sie müssen auch damit rechnen, abgewiesen zu werden."
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Öffnung des Arbeitsmarktes für Osteuropäer
Die Zeitung berichtet, dass sich Belgien anschickt, den Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Ländern zu öffnen. Die EU-Staaten müssen bis 30. April über die Öffnung ihres Arbeitsmarktes entscheiden. "Polen und andere Neubürger der EU, die schon jetzt auf indirektem Weg massenhaft in unser Land zum Arbeiten kommen, können bald offiziell arbeiten kommen - zwar nicht durch eine weit aufgerissene Eingangstür, aber doch durch eine Seitentür", meint Guy Tegenbos. "Europa und die Faktenlage zwingen uns letztlich dazu, den Kurs zu ändern... In Schweden und in Irland ist der Arbeitsmarkt schon weiter geöffnet... Bei uns nicht. Zumindest nicht sichtbar, denn in den letzten Jahren haben zehntausende Bürger der neuen Mitgliedsländer bei uns schwarz gearbeitet. Das wird nun deutlicher."
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