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Presseschau / Autorenindex
Tutu, Desmond
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Globaler Waffenhandel
Der Nobelpreisträger Desmond Tutu kommentiert in der Tageszeitung Irish Times den kürzlichen Fall einer chinesischen Waffenlieferung an Simbabwe. "Waffen an afrikanische Regierungen zu verkaufen, die sie für die Misshandlung ihres eigenen Volkes benutzen können, ist ein abscheuliches, aber fast alltägliches Ereignis. Und zurzeit gibt es nichts, was die internationale Gemeinschaft dagegen tun kann, weil es keine effektiven globalen Kontrollen des Waffenhandels gibt. ... Im Moment arbeiten die Vereinten Nationen an einem Waffenvertrag, der Waffenlieferungen wie jene nach Simbabwe stoppen könnten. Wenn ein starkes Übereinkommen Gesetz wird, dann müssen Waffenexporteure den Verkauf einstellen, sollte es Beweise geben, dass die Waffen benutzt werden, um ernste Menschenrechtsverletzungen zu begehen. ... Regierungen, die ihr Volk anständig behandeln, und auch legitime Waffenexporteure, haben nichts von einem solchen Vertrag zu befürchten. Tatsächlich gibt es Unterstützung von vielen Waffenherstellern für einen Vertrag: Sie wollen, dass ihre Geschäfte als legitim anerkannt und die Gauner gestoppt werden."
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Putins neue Osteuropa-Politik
Zum Prag-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin haben der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel und acht weitere Intellektuelle die Tschetschenien-Politik des Kremls scharf kritisiert. In einem offenen Brief, den nach den tschechischen Zeitungen heute auch die größte slowakische Zeitung druckt, ist von einer "Rückkehr zur Autokratie" die Rede. Russland versuche, "unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung die seit dem Zerfall der Sowjetunion erreichten Freiheiten zu unterdrücken". Die Kämpfe in Tschetschenien erinnerten an die Zerstörung Warschaus durch Nazi-Deutschland. Es sei "unannehmbar", dass die Tschetschenien-Frage von der Tagesordnung des G8-Gipfels im Juni in Russland gestrichen worden sei. In dem Text, der unter anderem vom früheren südafrikanischen Präsidenten Frederik de Klerk und dem französischen Philosophen André Glucksmann unterzeichnet wurde, heißt es weiter: "Wir verschließen nicht die Augen vor dem Handeln Russlands".
» weiterführende Informationen (externer Link, slowakisch)
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