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Presseschau / Autorenindex
Uhl, Petr
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Verbot von Neonazis bringt nichts
Nach Straßenschlachten der tschechischen Polizei mit Mitgliedern einer neonazistischen Organisation, die eine Roma-Siedlung in Nordböhmen angreifen wollten, erwägt das Prager Innenministerium das Verbot der rechtsextremen Organisation. Die linke Tageszeitung Právo hält das für nicht ausreichend. Es müsse vor allem etwas für die Roma getan werden: "Die Auseinandersetzungen in [der tschechischen Stadt] Litvinov fanden nicht nur zwischen Radikalen und Roma statt. ... Alarmierend ist, dass ein Teil der Bevölkerung von Litvinov die Radikalen unterstützte. Ohne tagtägliche Sozialarbeit mit den von der Gesellschaft ausgeschlossenen Roma und ohne jahrelange Aufklärung in Schulen, Familien, Kirchen, Vereinen und Medien sind Verbote der Neonazis und ihre Märsche unwirksam."
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Petr Uhl über den vergessenen Prager Frühling
In Frankreich, Deutschland und auch in Polen gedenkt man auf vielfältige Weise des Jahres 1968, schreibt Petr Uhl und beklagt das Desinteresse an diesem Thema in Tschechien: "Wer aber erinnert an das Engagement der Mitglieder und Nichtmitglieder der Kommunistischen Partei für einen anderen Sozialismus? Wo sind die Debatten in den Schulen, den Medien und auf Versammlungen? Oder haben wir uns damals alle geirrt, wie die 'Normalisierer' [die orthodoxen Kommunisten nach 1968] behaupteten? Es scheint keinen Diskussionsbedarf zu geben. Damit siegt die absurde Behauptung, dass es sich seinerzeit um einen rein innerparteilichen Machtkampf gehandelt habe und die sowjetische Intervention die Leute dann endgültig überzeugte, der Sozialismus sei nichts anderes als eine Sackgasse."
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Neue Wendung in Tschechiens Regierungskrise
Dass der Chef der Christdemokraten, Miroslav Kalousek, einer Regierung beitreten will, die von den Kommunisten abhängig wäre, findet der ehemalige Dissident Petr Uhl in Ordnung: "Mit dieser Entscheidung verändert er die politischen Zustände zum Besseren. Jetzt vertritt nur noch Grünen-Chef Martin Bursik antikommunistische Positionen. Aber die Grünen werden von den Sozialdemokraten und Christdemokraten für eine Regierung nicht gebraucht. Stimmen haben sie auch so genug... Die Christdemokraten haben ihren Widerstand gegen die Linke und deren Sozialpolitik aufgegeben. Die Perspektiven des Landes sind seit gestern demokratischer, weniger antikommunistisch."
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