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Uría, Lluís
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Schwindelerregendes Jahr für Sarkozy
Ein Jahr nach den Wahlen, die Nicolas Sarkozy zum französischen Präsidenten machten, resümiert der Korrespondent der spanischen Tageszeitung La Vanguardia aus Paris: "Schwindelerregend ist das beste Adjektiv, um Nicolas Sarkozys erstes Jahr im Élysée-Palast zu beschreiben. In schwindelerregender, fast frenetischer Weise ging er sein Reformpaket an. Schwindelerregend und radikal waren auch die Veränderungen in der Art zu regieren, das Amt auszuüben und dabei sein Privatleben in Szene zu setzen. Schwindelerregend ist schließlich die Geschwindigkeit, mit der er das enorme Vertrauen verprasst hat, das die Franzosen ... in ihn gesetzt hatten. ... Sogar die Anhänger seiner eigenen Partei kritisieren, dass es den etwa 50 verabschiedeten Reformen an Kohärenz und Strukturierung fehle, um sie verständlich und durchsetzbar zu machen."
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Sarkozy als Wahlkampfschreck?
In Frankreich finden am 9. und 16. März Kommunalwahlen statt. Frankreich-Korrespondent Lluís Uría berichtet von einem kuriosen Wahlkampf: "[Präsident] Nicolas Sarkozy ist im Wahlkampf praktisch zu einer Tabuperson geworden. Die Kandidaten seiner UMP vermeiden so weit möglich, mit dem Präsidenten in Zusammenhang gebracht zu werden. Sie stützen sich lieber auf eine andere wichtige Figur in der Partei: Premierminister François Fillon... Wenn ein sozialistischer Kandidat Fotos seines UMP-Rivalen ausgräbt, die ihn mit Nicolas Sarkozy zeigen – wie in einigen Gemeinden geschehen -, dann läuft wirklich etwas schief. Zahlreiche Bürgermeisteranwärter verstecken sogar das Kürzel ihrer Partei... Zu ihnen gehört Laurent Wauquiez aus Puy-en-Velay (Haute-Loire): in seinem Wahlblog gibt es keine einzige Anspielung auf seine Zugehörigkeit zur UMP. Eine nette Anekdote, wäre Wauquiez nicht Regierungssprecher."
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Europa im französischen Wahlkampf
"Europa ist im französischen Wahlkampf praktisch von der Tagesordnung verschwunden", schreibt Frankreichkorrespondent Lluís Uría. "Für ein Land, das der EU-Verfassung den Todesstoß versetzt hat, ist das ziemlich erstaunlich. Obwohl Frankreich gerade einen neuen Präsidenten wählt und ein neuer politischer Abschnitt beginnt, ist die europäische Frage, die vor zwei Jahren das Land gespalten hat, im Wahlkampf seltsam abwesend... Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CSA zum 50. Jahrestag der EU sind 71 Prozent der Franzosen stolz, Europäer zu sein, aber sie misstrauen dem liberalen Europa, das derzeit entsteht, und dem Prozess der Globalisierung, dem sie alle wirtschaftlichen Probleme, unter denen Frankreich leidet, zuschreiben... Doch die französischen Politiker versuchen nicht, die Bürger von den Vorteilen des europäischen Projektes zu überzeugen, sondern geben regelmäßig dem Misstrauen gegenüber Brüssel neue Nahrung."
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