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22.11.2008

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Urschitz, Josef


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Presse - Österreich | 18.09.2008

Schenkt uns reinen Wein ein

Statt Beschwichtigungen in Bezug auf die US-Finanzkrise sollte man in Europa endlich Klartext sprechen. Die Argumentation der Finanzwelt, Europa sei von der Finanzkrise wenig betroffen, weil der Schwerpunkt der Tätigkeiten im boomenden Osteuropa liege, sei nun eindeutig fehl am Platz, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Allen Beschwichtigungen zum Trotz hat uns die US-Krise recht ordentlich erwischt. ... Weil (das kaum noch vorhandene) Vertrauen in diesem Sektor so wichtig ist, würde man sich wünschen, dass der Öffentlichkeit jetzt wirklich reiner Wein eingeschenkt wird. Denn aus dem Osten kommt ja das nächste wirtschaftliche Tief. ... Von wegen Boom: Die Moskauer Börse erlebt derzeit einen Crash, gegen den sich die Kursstürze in der Wallstreet direkt putzig ausnehmen. Hoffentlich kommt jetzt keiner auf die Idee, uns auch noch zu erzählen, dass das ein Problem des Herrn Putin sei, das hierzulande (so wie bekanntlich die US-Krise) so etwas von keinerlei Auswirkungen haben wird."

Die Presse - Österreich | 17.08.2007

Von der Hypothekenkrise zum Börsencrash?

"Die vom US-Hypothekenmarkt ausgehende globale Finanzkrise wird nicht nur weiter für Börsenturbulenzen sorgen, sondern auch das Währungsgefüge durcheinander bringen und die Weltwirtschaft abbremsen", schreibt Josef Urschitz. "Alle Experten [sind sich] einig, dass deutlich mehr hinter den Turbulenzen steckt als Zahlungsprobleme von ein paar 'Subprime'-Hypothekarfinanzierern in den USA, die ein paar Anleger nervös gemacht haben. Es sieht vielmehr so aus, als hätten wir es mit einer tiefgreifenden Krise des Finanzsystems zu tun, die die Welt noch einige Zeit in Atem halten wird. Und die, auch wenn das 'Beschwichtigungshofräte' aus der Politik und der Finanzwirtschaft jetzt noch vehement dementieren, auch die Realwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen wird. Zumindest eine Wachstumsabschwächung, wenn nicht gar eine Rezession könnte in wichtigen Märkten die Folge sein. Wer glaubt, dass derzeit ein simpler Börsen-Sommerschlussverkauf stattfindet und ab September alles wieder so weiterläuft wie bisher, irrt wahrscheinlich."

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