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Ursu, Adrian
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Folgenreicher Prozess
Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag beginnt heute ein Prozess, der über die Aufteilung einer 12.000 Quadratmeter großen Kontinentalplatte im Schwarzen Meer entscheiden soll. Grund des jahrzehntelang andauernden Streits zwischen Rumänien und der Ukraine sind Erdgas- und Rohölvorkommen. Die Tageszeitung Cotidianul setzt sich mit den Auswirkungen eines positiven Urteils für Rumänien auseinander: "Es geht bei dem Stück der Kontinentalplatte, das wir gewinnen könnten, um 100 Milliarden Kubikmeter Gas und zehn Millionen Tonnen Erdöl. Wie reich unser Land doch wieder werden könnte. ... Die Rohstoffe könnten zu einer gewissen Unabhängigkeit von Rohstoffimporten, vor allem aus Russland, führen. Das ist besonders wichtig, weil die alternative Energiegewinnung bislang einen Bogen um Rumänien macht. ... Doch ist die Erschließung von marinen Rohstofflagern enorm kostspielig, für die es einer teuren Infrastruktur und Technologie bedarf, vorausgesetzt es gibt eine Zulassung zur Erschließung. Wir können nicht einfach unsere rostigen Plattformen ein paar Meilen gen Osten verschieben und eben mal Erdöl und Gas gewinnen, das bislang der Ukraine gehört."
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Bulgarien und Rumänien in der Kritik
Die rumänische Regierung könne über den Bericht der Europäischen Kommission zur Umsetzung der EU-Auflagen aufatmen, da er zwar Kritik vermerkt, doch Konsequenzen bis ins nächste Jahr verschiebt, vermerkt Adrian Ursu. Beim Kampf gegen Korruption sei das allerdings kein gutes Signal für das Land: "Der Fakt, dass wir erst in knapp einem Jahr wieder evaluiert werden, ist für unsere rumänischen Politiker eine Einladung, sich auf die faule Haut zu legen... Gut wäre, wenn wir zwischen den Brüssel-Berichten unseren eigenen Landesbericht ohne politisches Pathos erstellen würden."
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Traian Basescu bleibt rumänischer Staatspräsident
Angesichts der geringen Wahlbeteiligung meint Adrian Ursu, die Rumänen seien politikverdrossen: "Die große Abstinenz von mehr als der Hälfte der Wahlberechtigten zeigt, dass der Wahlkampf des suspendierten Präsidenten Feindseligkeit gegenüber allen politischen Akteuren geschürt hat, inklusive seiner Person. Die 75 Prozent der Wähler, die gegen eine Suspendierung gestimmt haben, haben außerdem nicht allein an Basescu gedacht. Ein Teil von ihnen wollte das Parlament, von dem sich das Volk nicht repräsentiert fühlt, hasserfüllt zum Teufel jagen… In Rumänien wird nach dem Votum kein Frieden einkehren, keines der beiden Lager hat dies angekündigt. Wir kehren zum gleichen Rumänien zurück, mit demselben Präsidenten und einem verloren gegangenen Vertrauen. Jedes Land hat die Politiker, die es verdient."
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Bewegung im Europaparlament
Die europäische Familie sei wieder vereinigt, begrüßte am Montag der scheidende EU-Parlamentspräsident Josep Borell die neuen Abgeordneten aus Rumänien und Bulgarien. Adrian Ursu kommentiert: "Die bulgarischen Abgeordneten sind weitaus disziplinierter... Das Debüt der rumänischen Europaparlamentarier, die über Nacht von Komparsen zu Wählern wurden, verlief nicht ohne Zwischenfälle. Jenseits des Plenarsaales verlagerte sich ein alter Bruderkrieg nach Straßburg. Die rumänischen Sozialdemokraten diskutierten untereinander über den Posten des Vizepräsidenten der europäischen Sozialdemokraten. Doch der Gipfel der Ironie ist, nachdem uns Brüssel und Straßburg jahrelang signalisiert hatten, wir müssten den Extremismus isolieren, dass nun die Großrumänische Partei (PRM) von Vadim Tudor das Europäische Parlament stürmt und eine politische Fraktion formieren hilft. Die fünf PRM-Parlamentarier haben erfolgreich die Gruppe der rechtsextremen Parlamentarier aus Frankreich und Belgien legitimiert. In Erinnerung bleibt das Bild, wie Vadim Tudor Hand in Hand mit Le Pen durch den Plenarsaal spaziert und ein Plakat hochhält, das den nach Tudors Meinung 'kriminellen' Barroso zeigt."
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