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Valente, Vasco Pulido
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Korruptionsaffäre im Lissaboner Rathaus
Das Rathaus von Lissabon wird von einer Korruptionsaffäre im Immoblienbereich erschüttert: Mehrere kommunale Abgeordnete müssen sich überprüfen lassen, selbst Bürgermeister Antonio Carmona Rodrigues steht unter Verdacht. Für Vasco Pulide Valente "besitzt Carmona Rodrigues keinerlei Legitimation mehr. Zumal die Koalition [aus Sozialdemokraten und Rechten], die ihn im Oktober 2005 gewählt hat, gar nicht mehr existiert... Trotzdem hat Carmona Rodrigues vergangene Woche – mit sechzehn Monaten Verspätung - einen gefährlichen Tunnel in der Innenstadt eröffnet, als würde er dem dankbaren Volk ein Meisterwerk schenken. Es stimmt, dass er nicht der einzig Schuldige in dieser Affäre ist, die das wahre Gesicht der portugiesischen Demokratie enthüllt... Das Rathaus von Lissabon ist ein Spiegel unserer Parteien. Hinter ihrem Schneewittchen-Gesicht kommt bei näherer Betrachtung ein Hexen-Gesicht zum Vorschein."
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Das Ende der Wochenzeitung 'O Independente'
Die 1987 gegründete portugiesische Wochenzeitung 'O Independente' stellt ihr Erscheinen ein. "Von jungen Menschen erdacht - Miguel Esteves Cardoso und Paulo Portas waren damals 20 Jahre alt - hat es 'O Independente' nicht geschafft, erwachsen zu werden", schreibt Vasco Pulido Valente. "Einer nach dem anderen hat aufgegeben... 'O Independente' war am Ende nur eine Etappe im Leben der beiden. Das erklärt auch, warum die Zeitung selbst zu ihrer Blütezeit immer einen gewissen Sinn für Improvisation hatte. Das machte ihren Charme aus, kündigte aber gleichzeitig ihr baldiges Verschwinden an... Das normalisierte Portugal unter Cavaco Silva [Premierminister von 1985-1995] mit seiner Autorität und seiner unangreifbaren Arroganz, forderte ein großes Maß an Frechheit und Mut heraus. Mit seinem freizügigen Ton hat 'O Independente' dem Land Trost gespendet... In all der Zeit sprach aus seinen Zeilen immer ein bestimmtes Gefühl und eine Euphorie. Doch im Gegenzug gab es keine wirkliche Substanz: keine politische Vision, die verfolgt oder mitgeteilt wurde, kein bestimmter journalistischer Stil und keine tragfähige finanzielle Basis."
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