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Presseschau / Autorenindex
van Gent, Amalia
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Streit um griechisches Geschichtsbuch
Ein vom griechischen Erziehungsministerium herausgegebenes neues Geschichtsbuch sorgt für Aufregung, berichtet Amalia van Gent. Vor allem die orthodoxe Kirche wirft den Initiatoren des von der Historikerin Maria Repousi herausgegebenen Schulbuchs für die sechste Klasse vor, das griechisch-türkische Verhältnis aus Gründen der politischen Korrektheit schönzufärben und die Rolle der orthodoxen Kirche zu unterschlagen: "Maria Repousi und ihre Gruppe haben beispielsweise beschlossen, im neuen Buch die Legende der 'geheimen Schule' zu ignorieren. Laut dieser aus dem 19. Jahrhundert stammenden Legende haben die griechische Sprache und Kultur nur dank der orthodoxen Geistlichen überlebt, die sich einem Verbot des Osmanischen Reichs widersetzt und in Kirchen und Klöstern heimlich die Kinder unterrichtet hätten. Das Bild des berühmten Malers Nicolaos Gyzis, in dem ein weißbärtiger Pope bei Kerzenlicht einem Mädchen und einem Knaben aus einem Buch vorliest, hat Generationen von Griechen beeinflusst. Es hat mit der historischen Wirklichkeit aber wenig zu tun. Griechische Schulen waren nämlich im Osmanischen Reich nicht verboten."
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Krise im griechischen Bildungssystem
Demonstrationen, Streiks und Schulbesetzungen - Griechenland-Korrespondentin Amalia van Gent macht darauf aufmerksam, dass das gesamte griechische Bildungssystem in einer tiefen Krise steckt: "Dem Protest der Lehrkräfte haben sich auch Professoren der Universitäten angeschlossen, die sich gegen die Hochschulreform der Regierung auflehnen. Völlig außer Kontrolle scheint mittlerweile die Protestbewegung der Schüler zu geraten, die sich in Besetzungen der Schulen äußert." Bildung sei nur gegen viel Geld zu bekommen: "Die chronische Krise im öffentlichen Bildungssektor hat nämlich ein 'Schattenausbildungssystem' geschaffen, das die Krise tendenziell nur noch vertieft. Wegen ihrer niedrigen Löhne sind die Lehrer bemüht, ihr Einkommen durch Privatunterricht aufzubessern. Der Unterricht in den öffentlichen Schulen wird daher stiefmütterlich behandelt. Um die Schwächen der öffentlichen Schulen aufzufangen, lassen die Eltern ihre Kinder nach dem regulären Schulbesuch in Privatstunden in fremden Sprachen, in Musik oder in Mathematik, in Geschichte und Physik ausbilden."
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