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Presseschau / Autorenindex
Verdonnet, Jean-François
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Nicolas Sarkozys Popularität sinkt
Mehrere Umfragen vom letzten Wochenende belegen, dass die Popularität des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy nachlässt. Der Bann sei gebrochen, meint Jean-François Verdonnet: "Die Öffentlichkeit fühlt sich durch das erstaunliche Spektakel im Elysée nicht unterhalten. Es kann sogar sein, dass die Omnipräsenz des Präsidenten, seine Art, jeden Tag ein Ereignis zu inszenieren, und das plakative Zurschaustellen seines Privatlebens am Ende zu Argwohn führt. Er mag einfach und ungezwungen reden und sich von der klassischen Rhetorik seiner Vorgänger abheben, aber damit erscheinen seine Reden auch unbedeutend. Es reicht jedenfalls nicht, die Realität schönzureden: Wirtschaftswachstum lässt sich nicht verordnen. Und alle wissen, dass es sich in diesem Jahr nicht einstellen wird."
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Die EU setzt Verhandlungen mit der Türkei teilweise aus
"Es ist kein Aufschub oder gar ein Abbruch, sondern vielmehr eine Verlangsamung der Verhandlungen", befindet Jean-François Verdonnet. "Die Regierung von Recep Tayyip Erdogan hat versucht, die Krise zu umgehen, und vorgeschlagen, den Zyprern maximal einen Hafen und einen Flughafen zu öffnen. Brüssel begrüßte das zunächst als wichtigen Schritt, beschloss dann aber, der Vorschlag sei zu schwach und vage. Die Türken hatten wiederum nicht klar gemacht, ob ihr Angebot bedingungslos war, oder ob es nur dazu dienen sollte, die Isolierung Nordzyperns zu beenden. Widerstand gab es auch aus der Türkei selbst. Was Brüssel als unzureichendes Zugeständnis ansieht, erscheint vielen in Ankara als zu weitgehend... Der Streit in der Türkei, der teilweise mit dem Wahlkampf zusammen hängt, ist ganz real. Er zeigt, dass es in der Zypernfrage Zwänge gibt, die mit europäischen Mahnungen heute nicht aufzuheben sind."
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Gelbe Karte für die Türkei
Jean-François Verdonnet glaubt, dass sich das politische Klima der Türkei verändert hat. "Innerhalb eines Jahres hat die EU ihre Attraktivität verloren. Die Beitrittsperspektive, die in der Bevölkerung große Zustimmung fand, scheint die Opfer und erfahrene Ablehnung nicht mehr Wert zu sein. Die Verhandlungen um die strittigen Fragen haben ein Gefühl der Entfremdung hervorgerufen, ein Gefühl zwischen Wut und Resignation. Aus dieser Lage gibt es aber einen Ausweg. Ankara kann auf Verbündete wie Tony Blair zählen, die bereit sind, sich für sie einzusetzen. Außerdem will keiner der Partner - egal was für Hintergedanken es geben mag - den Verhandlungsprozess in Frage stellen. Und die Türkei selbst kann sich nicht einfach von einer Beitrittsperspektive verabschieden, die seit vier Jahrzehnten ihre Außenpolitik bestimmt hat."
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Kommunalwahlen in England
Die Kommunalwahlen, die in England am 4. Mai stattfinden, sind eine Gelegenheit für die Wähler, ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung freien Lauf zu lassen, meint Jean-Francois Verdonnet. "Die demokratische Bestätigung im Mai 2005 hat den guten Stand, den die Regierung in den ersten Jahren hatte, nicht wiederbelebt. Gebrochene Versprechen in Bezug auf den Irak, Abschwung der Wirtschaft, der Niedergang der öffentlichen Finanzen: Die Lage im Königreich hat vom schönen Schein, der es von anderen Ländern auf dem Kontinent unterschied, ein wenig verloren. Zu anderen Zeiten wären enttäuschende Kommunalwahlen in die Kategorie vorübergehender Abweichung gefallen. Doch nach einer so langen Regierungszeit - neun Jahre - werden sie morgen in einem anderen Licht erscheinen: als ein Zeichen der Ablehnung, wie ein weiterer Schlag gegen die Autorität von Tony Blair."
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Serbien, Mladic und das Kriegsverbrechertribunal
Jean-François Verdonnet meint, dass "das Netz von Beschützern [Mladics] dem ausländischen Druck immer weniger standhält. Ob sie nun stimmen oder nicht: die Gerüchte der letzten Tage sind kein Zufall. Wenn sie auch noch nicht erlauben, den genauen Tag und die Stunde der Festnahme bekannt zu geben, so deuten sie doch auf einen neuen Abschnitt politischen Handelns und eine Schwächung des Beschützer-Netzes hin. Die Stimmung gegen Mladic ist feindseliger geworden. Das lässt darauf schließen, dass sich die Gleichgewichte in Serbien verschieben und dass die Interventionen von außen effektiv sind - die Mahnungen der Anwälte des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien, die bessere Abstimmung der westlichen Geheimdienste. Und es lässt darauf schließen, dass die jetzigen Machthaber entschlossener sind, dass ein Ende des Lavierens und der Doppeldeutigkeiten in Sicht ist. Für Mladic wird es eng, weil Belgrad inzwischen eine neue Strategie verfolgt."
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