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Verhest, Sabine
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kritik an der europäischen Haltung in der Tibetfrage
Sabine Verhest schreibt nach dem EU-Außenministertreffen vom 29. März, bei dem auch über einen Olympia-Boykott diskutiert wurde: "Während die Tibeter in Lhasa gegen die Unterdrückung protestierten, haben sich die Europäer beherzt aus dem Staub gemacht, um China weitgehend zu schonen. Die EU-Außenminister haben bei ihrem Treffen in Slowenien unter dem Vorsitz von Dimitrij Ruppel, zermürbt von der Balkanproblematik, zum x-ten Male zum Dialog und der Achtung der Menschenrechte aufgerufen... Aber was war schon anderes von Europa - und vor allem Griechenland – der Wiege der Demokratie – zu erwarten? Schließlich zögert man nicht, mit aller Gewalt diejenigen zurückzuhalten, die es wagen, eine tibetische Fahne auszurollen, und verbietet der internationale Presse, dem Eintreffen der olympischen Flamme auf der Akropolis beizuwohnen. Europa sollte Schluss machen mit dieser Heuchelei und klar sagen, dass es die Menschenrechte nur dann verteidigt, wenn es ihm passt. Und in diesem Fall passt es eben nicht."
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Die europäischen Klimaziele
Sabine Verhest meint, die EU-Kommission habe mit ihrem Klimapaket angesichts der massiven Beeinflussungsversuche von Lobbyisten das Gesicht gewahrt. "Sie hat Europa und der Welt ein positives Signal gesandt. Sie zwingt ihre Mitgliedsländer und deren Unternehmen dazu, sich anzustrengen und die grüne Revolution als Chance zu sehen und nicht als Bedrohung oder Strafe. Man sollte dies als Anreiz für Innovationen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze nutzen... Derzeit geht es darum, mit gutem Beispiel voranzugehen und seinen Führungsanspruch für die reichen Länder zu behaupten. Wenn die EU ihr Ziel der Verringerung der Treibhausgase bis zur Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 nicht erreicht, dann verliert sie jede Glaubwürdigkeit. Die künftigen internationalen Verhandlungen über den Post-Kyoto-Prozess würden damit sabotiert. Eine große Verantwortung."
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Wird Sarkozy ein großer Europäer?
Sabine Verhest bezweifelt das europäische Engagement des neuen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. "Es reicht nicht, auf seinem offiziellen Foto vor der Sternenfahne zu posieren, in die Arme von Angela Merkel zu fallen oder Brüssel einen Besuch abzustatten, um sich zum Herold der europäischen Sache zu erklären... Kann man sich als ambitioniert für Europa erklären und sich mit einem 'vereinfachten Vertrag' begnügen?... Kann man ein starkes Europa propagieren und sich mit einer überfälligen institutionellen Reform zufrieden geben - für den Durchschnittsbürger bleibt das schwer verständlich - , ohne zugleich die Grundrechte, die Energie, die Sicherheit und die Justiz oder die sozio-ökonomische Frage voranzubringen? Nein... Bis zu seinem Rücktritt aus der Regierung hat Minister Sarkozy vor allem durch Abwesenheit in Unionskreisen geglänzt, wo er eigentlich erwartet wurde. Es bleibt also unklar, ob sich Sarkozy, wenn er denn einmal mit den 'Dingen' in Berührung kommt, als großer Europäer entpuppt, so wie es beim belgischen Premier Guy Verhofstadt der Fall gewesen ist."
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Populismus in Osteuropa
"Auch in Westeuropa und in Belgien gibt es Rechtsextremisten, aber in Mitteleuropa, das mitten im wirtschaftlichen Aufholprozess ist, haben Populisten an Einfluss gewonnen, indem sie auf einen Nationalstolz setzen, den man nicht kritisieren darf und indem sie mehr Arbeitsplätze, mehr Geld und weniger liberale Reformen versprechen", meint Sabine Verherst, nachdem Rechtsextreme in die neue slowakische Regierungskoalition eingetreten sind. "Diese Situation spiegelt die Angst vor neuen schmerzhaften Reformen in den Gesellschaften wider, die sich seit 17 Jahren im Umbruch befinden. Auch wenn die Region weiterhin für Veränderungen offen ist, so wird gegen den 'Lumpen-Liberalismus' gewettert (ein Begriff, den die Kaczynski-Zwillinge geprägt haben) und gegen die sich schnell bereichernden Eliten oder die ausländischen Supermarktketten, die die kleinen Läden in den Bankrott treiben."
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