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Wiesel, Elie
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Elie Wiesel gegen Hafterleichterung für Kriegsverbrecher
Der Schriftsteller Elie Wiesel beschäftigt sich im Interview mit Alessandra Farkas mit den Gefängnisstrafen für Naziverbrecher. Die italienische Justiz hat dem ehemaligen deutschen SS-Angehörigen Erich Priebke (93), der 1998 zu lebenslänglichem Hausarrest verurteilt wurde, Freigang gewährt. Gegen diese Hafterleichterung haben jüdische Organisationen und ehemalige Widerstandskämpfer protestiert. "Die Kriegsverbrecher, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, sollten bis zum Ende ihres Lebens hinter Gittern bleiben. Den Holocaust zu vergessen ist ein Verbrechen, und Verbrechen gegen die Erinnerung können verheerende Folgen haben. Ich bin selbst in diesen Fällen gegen die Todesstrafe, aber ich befürworte auch keinen Nachlass der Strafe... Den jungen wütenden Juden möchte ich sagen, dass ich ihren Schmerz und ihren Zorn verstehe und teile."
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Elie Wiesel über den Wahnsinn
Der Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel spricht mit Francois Dufay über den menschlichen Wahnsinn. "Zu allen Zeiten haben verschiedene Strömungen des Wahnsinns die Geschichte gestreift: Die Kreuzzüge waren der reine Wahnsinn, die Inquisition auch... Und im 20. Jahrhundert?... Nach meiner Rückkehr aus den Konzentrationslagern 1945 bin ich paradoxerweise Optimist geworden. Ich habe ernsthaft geglaubt, dass Antisemitismus und Rassismus der Vergangenheit angehören. Und dann gab es Ruanda und Bosnien... Am 31. Dezember 1999 war ich noch davon überzeugt, dass das 21. Jahrhundert besser werden würde, dass wir uns von einem verfluchten Jahrhundert verabschieden. Doch seitdem gab es Darfur, den Irak, Afghanistan, wiederauflebenden Hass und an Boden gewinnenden Antisemitismus. Ist das ein Überrest vom Wahnsinn des 20. Jahrhunderts? In der Psychiatrie spricht man von Latenz, wenn es einer Generation bedarf, damit die Folgen einer Ursache sichtbar werden."
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