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Zaborowski, Marcin

Polish European politics researcher


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 14.04.2007

Die Wahrnehmung Polens im Ausland

Die beiden Wissenschaftler Kerry Longhurst und Marcin Zaborowski, beide auf Europa spezialisiert, bemängeln, dass die Politik der Brüder Kaczynski - des polnischen Präsidenten und des Premierministers - so systematisch angegriffen wird. "Polen ist zweifellos ein gesellschaftlich sehr konservatives Land - die Bevölkerung ist zu 90 Prozent katholisch, mehr als 60 Prozent der Polen gehen jeden Sonntag in den Gottesdienst und ein Viertel von ihnen lebt und arbeitet auf dem Land. Egal welche politische Partei an der Macht ist, die polnische Regierung wird im europäischen Kontext immer konservativ sein... Diese Regierung glaubt an einen starken Staat, an die moralische Erneuerung und an eine selbstbewusste Außenpolitik. Aber man muss zugeben, dass sie diplomatisch ungeschickt ist und sich darüber hinwegsetzt, wie Polen im Ausland wahrgenommen wird. Wir sollten aufpassen, dass unsere Wahrnehmung sich nicht nur auf die Extreme der polnischen Politik richtet. In manchen Fragen versuchen die Kaczynskis durchaus, sich vom gaullistischen Frankreich inspirieren zu lassen."

Financial Times - Großbritannien | 19.01.2007

Marcin Zabrowski über das deutsch-polnische Verhältnis

Der polnische Politologe Marcin Zaborowski denkt über die Beziehung zwischen Deutschland und Polen nach: "Als größter Staat des ehemaligen Ostblocks nahm Polen früher in Berlins Außenpolitik eine Sonderrolle ein. Die polnischen Nachwende-Politiker wiederum glaubten, dass der Weg zur Europäischen Union geradewegs durch Berlin verliefe. Es gab Anzeichen für Harmonie zwischen beiden Staaten: Berlin unterstützte Polens Bemühungen, westlichen Institutionen beizutreten, deutsche Exporte nach Polen boomten, und der Versöhnungsprozess ging zügig voran. Mittlerweile ist die Beziehung von Gezänk bestimmt... Warschau und Berlin liegen über Kreuz, was die Ostseepipeline und das Verhältnis zu Russland angeht. Aber der größte Ärger ist die Auseinandersetzung über die jeweilige Interpretation der Vergangenheit. Warum findet das ausgerechnet jetzt statt, nachdem Polen der EU beigetreten ist? Der Beitritt sollte doch den 'Annährungsprozess' beschleunigen und kein Rückschlag sein."

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