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Zagrebelsky, Gustavo
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Gustavo Zagrebelsky über die Idee des Fremden
Der italienische Jurist Gustavo Zagrebelsky analysiert die Vorstellung des Fremden in der westlichen Gesellschaft: "Wenn die sozialen Beziehungen vollkommen ausgeglichen wären, würden solche Worte wie 'Fremder' und seine aktuellen Entsprechungen (Migrant, Immigrant, Nicht-EU-Bürger) und Deklinationen (maghrebinisch, islamisch, chinesisch, zu den Roma gehörend...) neutrale Begriffe ohne diskriminatorische Bedeutung sein... In älteren Gesellschaften war der Fremde ein erklärter Feind, den man bekämpfen oder sogar töten durfte. Die Menschheit lebte in der Vorstellung, dass sie in einzelne Gemeinschaften unterteilt sei, die naturgemäß miteinander verfeindet wären. Der Fremde wurde folglich als Feind behandelt... Inzwischen hat die Idee einer internationalen Rechtsgemeinschaft ihren Siegeszug um die Welt angetreten, die internationalen Konventionen und Erklärungen häufen sich... Heutzutage ist die Unterscheidung zwischen Legalität und Illegalität das Problem."
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