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Zaimoglu, Feridun
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Feridun Zaimoglus Engagement für die Neo-Muslima
Anlässlich der kommende Woche in Berlin stattfindenden Islamkonferenz wird darüber gestritten, wer in Deutschland den Islam repräsentieren soll. Der in der Türkei geborene deutsche Schriftsteller Feridun Zaimoglu will seinen Platz in der Konferenz, die vom Innenministerium ins Leben gerufen wurde, einer "jungen selbstbewussten Neo-Muslima aus der zweiten oder dritten Einwanderergeneration" zur Verfügung stellen, die sich selbstbewusst zum islamischen Glauben bekennt. Im Interview mit Anna Reimann erklärt er warum. "Ich bin kein säkularer Muslim und natürlich auch kein Orthodoxer. Ich bin ein Schriftsteller. Ich würde gerne mitwirken, aber ich glaube daran, dass es viel mehr Sinn hat, wenn an meiner Stelle eine junge Frau in der Islamkonferenz teilnimmt... Ich habe... kritisiert, dass in den Auslassungen der 'Islamkritikerinnen' immer wieder nur der Islam Schuld an Problemen ist - für mich ein nicht nachvollziehbares, ziemlich plumpes Weltbild... Schluss mit den Schuldzuweisungen. Man sollte nicht so tun, als wäre die Islamdebatte eine apokalyptische Schlacht zwischen Gut und Böse, bei der es darum geht, die bösen Orthodoxen niederzumachen, weil sie für alles 'Nichtintegrative' stehen."
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Alle verfügbaren Texte von » Anna Reimann
Empörung über Idomeneo-Absetzung in Berlin
Der deutsch-türkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu meint im Interview mit Severin Weiland angesichts der weltweiten Empörung um die Absetzung der Mozart-Oper "Idomeneo": "Irgendwie scheint die halbe Republik nur darauf gewartet zu haben, um sich endlich einmal auf eine Person zu stürzen. Frau Harms hat eine Ermessensentscheidung getroffen, vor der ich hohen Respekt habe… Es scheint mittlerweile so zu sein: Gestern haben wir die Christen geärgert, heute ärgern wir die Moslems. Aber ich sage auch ganz klar: Es kann und darf keine Zensur von Außen geben. Es kann aber auch nicht sein, dass eine Intendantin, die sich für die Sicherheit ihres Publikums und ihrer Schauspieler entschieden hat, als Selbstzensorin verunglimpft wird… Ich sehe im Grunde auf der einen Seite die üblichen Verdächtigen, die nur einen Grund suchen, um schon wieder beleidigt zu sein. Und auf der anderen Seite sehe ich die Aufklärungsspießer, die es ja sehr einfach haben und nun erklären, man sei vor den Islamisten in die Knie gegangen. Das ist doch Humbug."
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Feridun Zaimoglu über Einwanderer in Deutschland
"Tatsächlich kann man stolz sein auf die deutschen Verhältnisse. Die vermeintlichen multikulturellen Musterländer wie Holland und Frankreich sind abgebrannt", schreibt der in der Türkei geborene Schriftsteller Feridun Zaimoglu über "sein Deutschland". "Im nächsten Jahrzehnt wird sich ... ein deutscher Islam herausbilden, eine Laienbewegung von Muslimen, die hier geboren und aufgewachsen sind. Sie werden eher dazu imstande sein, auf die Ängste der Anwohner einzugehen, die sich von einer Moschee in ihrer unmittelbaren Nähe nichts Gutes versprechen. Die Muslime haben, wenn sie sich zu Recht und Freiheit bekennen, ein berechtigtes Anliegen: Ihr Glaube muss sichtbar werden, sie haben lange genug in Hinterhöfen ausgeharrt... Die Einheit ist noch nicht vollendet. Die heute lebenden Westdeutschen, Ostdeutschen und Fremddeutschen sind vielleicht nur Vorfahren des eigenartigen Volkes, das wir in dreißig Jahren abgeben werden. Dann wird zusammenwachsen, was zusammengehört."
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