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Zakowski, Jacek


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Polityka - Polen | 17.09.2008

Menschenrechte in Gefahr

In Polen ist in der vergangenen Woche ein Mann verhaftet worden, der sechs Jahre lang seine Tochter eingesperrt und missbraucht haben soll. Polens Premier Donald Tusk kündigte daraufhin an, dass Polen als erstes EU-Land die chemische Zwangskastration von Kinderschändern einführen werde. Jacek Żakowski äußert sich im Nachrichtenmagazin Polityka besorgt über die Haltung des polnischen Premiers zu den Menschenrechten. "Donald Tusk neigt natürlich nicht zur Naziideologie. Aber er nährt sie bei anderen. Verteidiger der Menschenrechte – über die der Premier mit erschreckend deutlichen Vorbehalten spricht, obwohl er laut der Verfassung selbst zu ihnen zählen sollte – sind keine Hysteriker. Das Wesen der Menschenrechte beruht eben darauf, dass sie für jeden gelten. Die Menschenrechte müssen alle schützen, denn sonst würden sie niemanden schützen. ... Mit seinen emotionsbeladenen Worten hat Donald Tusk unnötig eine momentan schlafende Bestie geweckt. Wenn er nicht will, dass sich auf seine Autorität Befürworter von Selbstjustiz, kahlköpfige Anhänger der 'reinen Rasse' und ähnliche berufen, sollte er sich schnell, stark und unmissverständlich von solch einer Interpretation seiner Aussage distanzieren."

Gazeta Wyborcza - Polen | 25.02.2008

Tusk rückt vom Konsensmodell ab

Polens Premierminister Donald Tusk will den Kompetenzstreit mit Staatspräsident Lech Kaczyński durch eine Verfassungsänderung lösen. Jacek Żakowski äußert Vorbehalte gegen dieses Vorhaben, mit dem Tusk und seine liberale Bürgerplattform die Kompetenzen klarer voneinander abgrenzen wollen: "Der Premier kündigt Veränderungen in der Verfassung an, so dass die Macht an einer Stelle konzentriert wird. Die PiS hatte, als sie regierte, ebenfalls ein solches Projekt. Den Liberalen schien das damals aber unannehmbar. Denn ein liberaler Staat ist ein Staat des Konsens und der Kompromisse, und nicht einer Wahlmonarchie. Er braucht Mittel, um zu bremsen, zu balancieren, die Organe zu kontrollieren. Für einen Radikalen ist das unannehmbar... Für die Bürger bedeutet das Schutz vor radikalen Politikern. Die Plattform warnte vor der Schwächung dieser Mechanismen, als Präsident und Premier noch zwei Brüder waren. Nun ist sie der Konsensbildung müde und will die Sicherungen aufheben, vor deren Schwächung sie uns einst Angst machte."

Dziennik - Polen | 09.08.2007

Polen im Negativ-Wahlkampf

In Polen hat sich mit der gestrigen Entlassung von Innenminister Janusz Kaczmarek die Regierungskrise weiter zugespitzt. Vorgezogene Neuwahlen werden immer wahrscheinlicher. Jacek Żakowski vom Nachrichtenmagazin Polityka beklagt in einem Gastkommentar, dass es im bevorstehenden Wahlkampf erneut nicht um gute Zukunftskonzepte, sondern nur um die Übel der amtierenden Regierung gehen werde. "Diese spezifisch polnische Haltung gegenüber der Politik bewirkt, dass wir bei jeder Wahl gegen die Wirklichkeit stimmen... Wir wählen den Bruch mit dem, was uns nicht gefällt und haben nicht einmal eine Chance, eine positive Wahl zu treffen. Denn die politischen Parteien konzentrieren alle ihre Bemühungen darauf, ihre Gegner so stark wie möglich zu diskreditieren und gleichzeitig ihre eigenen Programme nebulös und zu nichts verpflichtend zu formulieren."

Polityka Online - Polen | 08.07.2006

Polen - ein Familienbetrieb?

Jacek Zakowski fragt nach den Gründen für die Ablösung von Marcinkiewicz und kommentiert: "Wir sind auf Vermutungen angewiesen. Eine Spur scheint mir sinnvoll zu sein. Es ist die zunehmend unterschiedliche gesellschaftliche und internationale Bewertung der Amtsführung Lech Kaczynskis und Kazimierz Marcinkiewiczs. Kaczynski ist der am schlechtesten bewertete und unpopulärste polnische Präsident. Marcinkiewicz ist einer der beliebtesten Premierminister... Indem Jaroslaw Kaczynski sich jetzt an die Spitze der Regierung stellt, schafft er, ununterscheidbar von seinem Bruder, diesen Kontrast ab. Denn Jaroslaw taugt genauso wenig für den Premierministerposten wie Lech für das Präsidentenamt... Jaroslaw hofft sicher darauf, dass man jetzt die Schwäche des Präsidenten nicht mehr im Gegensatz zu den guten Leistungen des Premiers wahrnimmt."

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