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02.12.2008

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Presseschau / Autorenindex


Zammit Tabona, Kenneth

one of Malta's most popular artists and illustrators. Has a weekly column in the Times of Malta


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Times of Malta - Malta | 07.08.2007

Kenneth Zammit Tabona über Homophobie

Der maltesische Künstler und Kolumnist Kenneth Zammit Tabona spricht von einer "alarmierenden Zunahme" homophober Leserbriefe an Zeitungen, für die er arbeitet. "Ich hatte keine Ahnung, dass es tatsächlich Leute gibt, die zu Papier und Stift greifen, um alle möglichen Bibel-Zitate auszuspucken... [Diese Bibel-Passagen] sind vor ein paar tausend Jahren geschrieben worden, mit dem alleinigen Zweck, ein sich entwickelndes Nomadenvolk geeint und stark zu machen, indem man es aufforderte, um jeden Preis zu wachsen und sich zu vermehren... Seltsamerweise kamen die meisten Beiträge von Frauen... Frauenrechte sind in den meisten Teilen der aufgeklärten Welt noch relativ neu... In vielen anderen Ländern - in viel zu vielen - , gibt es diese Rechte nicht. Es ist interessant, dass in diesen rückwärtsgewandten scheinheiligen Gesellschaften Ehebrecherinnen immer noch gesteinigt werden, Ehemänner dürfen ihre Frauen schlagen und Väter ihre ungehorsamen Töchter erdrosseln. Homosexuelle werden selbstverständlich erhängt. Einen solchen Zustand können wir in der, wie gern sagen, 'zivilisierten Welt' nicht zulassen, oder? Natürlich nicht!"

Times of Malta - Malta | 15.05.2007

Scheidung und Homoehe sind Malta fremd

Kenneth Zammit Tabona stellt fest, die "große Mehrheit der Europäer, die wie wir im schützenden Schatten der EU großgeworden ist, neigt nicht dazu anarchistisch links oder militant rechts zu sein. Nicht, dass es diese Menschen nicht gäbe, wie wir nur allzu gut wissen, aber solange nichts Dramatisches passiert, wie zum Beispiel unkontrollierte Einwanderung, kann man sie in Schach halten... Den Menschen geht es so gut, dass man nicht mehr um viel kämpfen muss, außer um so umstrittene Themen wie die Homoehe oder die eingetragene Partnerschaft... In Malta aber gibt es eine Reihe sozialer Fragen, die entschieden werden müssen, bevor wir reif genug sind, um uns mit der Homoehe zu befassen. Das dringendste Problem ist die Einführung der Scheidung... Die Regierung hat kein Recht, ihren Bürgern die Scheidung zu verweigern - vor allem nicht, wenn sie sich hinter der Kirche versteckt, um die Bürger zu erschrecken! Soweit ich weiß, sind wir ein säkularer Staat und kein religiöser."

Times of Malta - Malta | 14.11.2006

Kenneth Zammit Tabona über die Freiheit der Kultur

Der maltesische Künstler Kenneth Zammit Tabona denkt darüber nach, was mit der Kunst geschieht, wenn sie auf islamische Reaktionen eingeht. "Ich bin davon überzeugt, dass der Karikaturenstreit eine konzertierte Aktion war, um die Menschen aufzuhetzen, und zwar zu einem bestimmten Zweck. Ziel war es, die Kreativität - aus Angst vor neuen Ausbrüchen - ernsthaft zu bedrohen und - aus Angst vor Wiederholung - unerbittliche Selbstzensur zu erzwingen. All das führt zu einer vollkommen übertriebenen politischen Korrektheit. Am Ende schreibt, inszeniert, malt oder komponiert man so, als bewege man sich in einem Minenfeld. Heraus kommt ein betäubter, harmloser Mischmasch, der nichts mit dem wahren Leben zu tun hat - aus Angst, jemandem auf seine heiligen Zehen zu treten... Islamistische Extremisten müssen verstehen, dass sie unseren Geist nicht erpressen und unsere Kultur nicht zerstören können. Unsere Kultur wurde von Denkern vieler Jahrhunderte geschaffen, Philosophen und Revolutionäre haben ihr Leben für unsere Freiheit gegeben."

Times of Malta - Malta | 17.10.2006

Will die EU die Türkei aufnehmen?

"Ich behaupte nicht, dass ich die Türkei und die Türken ganz verstehe. Wir in Malta haben immer noch im Großen und Ganzen eine verzerrte Vorstellung, die von der Mentalität des 'Great Siege', der Belagerung Maltas durch die Türken 1565, geprägt ist", schreibt der Künstler Kenneth Zammit Tabona. "Die Türkei ist ein Land heftiger Gegensätze und Widersprüche... Pamuks Bücher kritisieren die von Mustafa Kemal Atatürk begonnene Manie, die Türkei türkischer zu machen, da dies wegen der Komplexität des Osmanischen Reiches auch immer ethnische Säuberungen mit einschließt. Wer den fesselnden Roman von Louis de Berniere 'Bird without Wings' gelesen hat, der versteht den Schrecken der Umsiedlung ganzer Völker von Griechenland in die Türkei und umgekehrt. Das griechisch-türkische Problem in Zypern ist eine der unmittelbaren Folgen davon... Wenn die Türkei der EU beitreten will, muss sie einen so enormen Sprung nach vorn machen, was ich in den kommenden zehn Jahren nicht sehe."

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