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Zarka, Yves Charles


In der europäischen Presseschau von euro|topics wurde bisher 1 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 21.09.2007

Yves Charles Zarka über das Gute von Grenzen

Die Globalisierung hat den alten Traum von einer Welt ohne Grenzen wieder auferstehen lassen. Für den französischen Professor für politische Philosophie, Yves Charles Zarka, ist das wenig wünschenswert. "Eine Grenze ist nicht nur etwas, das trennt oder abgrenzt, sondern auch etwas, das die Anerkennung und die Begegnung mit dem Anderen ermöglicht. Grenzen haben nicht nur einen negativen, sondern auch einen positiven Sinn... Eine Welt ohne Grenzen wäre eine Wüste, in der alles einheitlich und völlig gleich ist und in der eine nomadisierende Menschheit leben würde mit unterschiedslosen Individuen. Eine Welt, die von Grenzen durchlaufen wird, die von beiden Seiten akzeptiert werden, ist eine Welt der Koexistenz der Unterschiede und der blühenden Vielfältigkeit. Aber damit es eine gegenseitige Anerkennung und Akzeptanz geben kann, muss ein Gleichgewicht herrschen: Das Leben muss auf beiden Seiten lebenswert sein und jeder muss den anderen besuchen können, wenn dieser nach ihm ruft."

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