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Zeegers, Xavier
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Die Ch'tis: Sandkorn in der globalisierten Maschinerie
Die Tageszeitung La Libre Belqique beschäftigt sich mit dem Phänomen des französischen Films "Willkommen bei den Ch'tis", der in diesem Jahr zu Frankreichs meist gesehenem Film aller Zeiten wurde. Die Komödie handelt von einem Postangestellten, der aus dem tiefen Süden in den hohen Norden Frankreichs versetzt wird: "Ein Film, der 20 Millionen Zuschauer berührte und sogar 'Titanic' abhängte, ist kein Film mehr, sondern ein gesellschaftliches Phänomen. ... Das Interessanteste [an dem Film] bleibt die Beziehung zwischen Globalisierung und Identität. Viele versuchen heutzutage, sich in Identitätsnischen einzurichten, ... da sie fürchten, dass die Globalisierung die Menschen einander zwar technisch näher bringt, sie aber gleichgültig und austauschbar macht. ... Daher wird alles, was archaisch erscheint, was einen sturen Widerstand gegen die Uniformität ausdrückt, immer populärer. ... Dieser Saal voller Leben [das Postbüro des Protagonisten] ist ein Sandkorn in einer kalten Maschinerie, die Rache des kleinen Mannes über das alles beherrschende System."
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Xavier Zeegers über den Nutzen von Kultur
Xavier Zeegers beklagt die Anhäufung von kulturellem Wissen. "Wir stehen alle vor dem Dilemma: Je mehr ich weiß, desto mehr will ich wissen, und je mehr ich mich darum kümmere, umso vergeblicher scheint die Sache zu sein, wie ein Horizont, der stets zurückweicht... Eine Lösung läge vielleicht darin, der Kultur nicht mehr hinterher zu laufen - wie der Hund einem Auto -, sondern sich einige sinnvolle Ziele zu stecken und nichts zu idealisieren. Ist denn bewiesen, wie man allgemein annimmt, dass Kultur der Leuchtturm ist, der es uns erlaubt, alle Untiefen der Welt zu umschiffen und Fortschritte zu machen? Dass Bücher, Theaterstücke, alle Arten von Kunstproduktionen uns vor der Barbarei schützen? Man höre und staune! Deutschland war ein sehr gebildetes Land, das sehr in die Kultur verliebt war. Aber das hat gar nichts verhindert... Warum machen wir Kunst? Für 'uns' machen wir Kultur, hat Paul Valéry gesagt. Dem wäre hinzuzufügen: um gemeinsam Spaß zu haben. Ganz einfach."
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