Der Westbalkan ist für Slowenien aus wirtschaftlichen und politischen Gründen von äußerst wichtiger Bedeutung, meint Dr. Ernest Petrič, slowenischer Verfassungsrichter und langjähriger Diplomat in der Tageszeitung Večer über Sloweniens Außenpolitik im ehemaligen Jugoslawien. "Im Jahr 1997, nach dem Daytoner Abkommen, ist eine Situation entstanden, die es uns ermöglicht hat, unsere bisherige Politik hinsichtlich des Balkans um 180 Grad zu drehen. Davor verfolgten wir aus triftigen Gründen die Strategie, dass wir mit dieser Region nichts gemeinsam haben. Bei uns herrscht Frieden, unser Land ist geeignet für Investitionen und Zusammenarbeit. Der Krieg findet südöstlich von uns statt. Kurzum, man ist in Slowenien zur Erkenntnis gekommen, dass dort unsere vitalen wirtschaftlichen und politischen Interessen liegen, deshalb ist eine aktive Politik hinsichtlich des Balkans notwendig. ... Diese Region ist die einzige in der Welt, in der Slowenien aufgrund der Geschichte und der Vorteile, die wir dort haben, jemals eine wichtige Rolle spielen kann. Stabilität und Wohlstand in der Region sind für Slowenien äußerst wichtig. ... Wir dürfen nicht das Objekt anderer Interessen sein, sondern ein Subjekt, also ein Partner für andere." (28.11.2008)
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