Laut der Tageszeitung To Vima verfolgen die Ermittler in der Siemensaffäre um Schmiergelder für Regierungsaufträge, wie zum Beispiel die deutsche Staatsanwaltschaft und die US-amerikanische Börsenaufsicht, ganz eigene Interessen: "Die offizielle Version ist ja bekannt. Siemens ... wurde in flagranti erwischt. ... Die deutsche Staatsanwaltschaft hat nach den Enthüllungen ihre eigene Untersuchungen gestartet. ... Lesen Sie diese Nachrichten aber anders, sagen diejenigen, die an Verschwörungen glauben. Die USA hat die Entwicklung der europäischen multinationalen Konzerne gestört, die sowohl ihren im Ausland tätigen Firmen Verträge weggeschnappt haben, als auch versucht haben, in ihr eigenes 'Haus' einzudringen. ... So wurde das administrative Aufsichtssystem des Imperiums in Gang gesetzt - manchmal auch der US-Kongress, um zu zeigen, ... wer der Boss ist. ... Siemens ist aber nicht selbstmörderisch veranlagt, um alles zu gestehen. Die deutschen Behörden ... wissen ganz genau, was läuft und versuchen, die Dinge im Rahmen zu halten. Die Rettung der deutschen Unternehmen interessieren sie viel mehr als die Enthüllung der Wahrheit. Die Wünsche der Amerikaner interessieren sie nur als eine Drohung, die nicht ignoriert werden kann." (03.08.2008)
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