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Népszabadság - Ungarn | Freitag, 12. Januar 2007

Polen arbeitet seine Vergangenheit auf

Nach Medienberichten über seine Kontakte zum kommunistischen Geheimdienst ist am Montag auch der Prälat der Krakauer Wawel-Kathedrale, Janusz Bielanski, zurückgetreten. László Kasza fordert, dass sich die ungarischen Kardinäle an ihren polnischen Kollegen ein Beispiel nehmen: "Alle Vorsitzenden der Ungarischen Bischofskonferenz – Czapik, Grősz, Ijjas, Lékai, Paskai, Seregély – und die meisten Bischöfe haben mit der ungarischen Staatssicherheit zusammengearbeitet. Im Unterschied zu Polen äußern sie sich nicht mal öffentlich dazu... Sie weigerten sich zurückzutreten, und der Vatikan hat sie nicht entlassen... Der Erzbischof Wielgus erklärte bei seinem Rücktritt: 'Ich weiß, dass ich meiner Kirche erheblichen Schaden zufügt habe'. Solche Schuldbekenntnisse hört man in Ungarn nie. Es gibt auch keine einzige konservative Zeitung in Ungarn, die Kardinäle als ehemalige Spitzel des kommunistischen Geheimdienstes enttarnen würde, wie das die 'Gazeta Polska' tat."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 12. Januar 2007

 

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