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Népszabadság - Ungarn | Freitag, 9. März 2007

Politische Architektur als Bekenntnis zur Demokratie

"Nach der Wende neigte man in der östlichen Hälfte Europas eher dazu, die Machtzentren der alten Regime zu übernehmen, statt der neuen politischen Macht neue Bauten zu schaffen", meint der ungarische Architekt und Mitbegründer der liberalen Partei SZDSZ László Rajk in Bezug auf das geplante neue Regierungsviertel in Budapest. Rajk findet, politische Architektur sei eine große Chance - wie sich am Beispiel Berlins zeige: "Deutschland ging einen anderen Weg und definierte die Grundlagen politischer Architektur neu. Entstanden sind 'mutige Bauten', die den grundsätzlichen Anspruch der modernen Gesellschaft repräsentieren und die gleichzeitig den Begriff der politischen Architektur von seiner negativen Lesart befreien. Man kann nur hoffen, dass sich in Ungarn nicht die Praxis des kleinstmöglichen Risikos durchsetzt und dass sich ein risikofreudiger Regierungschef für risikofreudige, fortschrittliche Bauten entscheidet. Ein modernes Land braucht mutige Bauten als Machtzentren, die gleichzeitig ein Bekenntnis zur Demokratie sind und deshalb frei zugängliche, öffentliche Räume."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. März 2007

 

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