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Gazeta Wyborcza - Polen | Samstag, 5. Mai 2007

Witold Gadomski über Migration als Motor Europas

Der Journalist Witold Gadomski beklagt die europäische Kleinstaaterei und plädiert für mehr Flexibilität in der EU. "Eines der grundlegenden Prinzipien der EU ist die Freizügigkeit, die das Recht auf freie Wahl des Wohn- und Arbeitsortes in einem anderen Land einschließt. Warum machen so wenige Europäer davon Gebrauch? Der Grund sind die Vielfalt der Sprachen und Kulturen, das Gefühl der Fremdheit und die schlechteren Chancen auf beruflichen Aufstieg in einem anderen Land. Die EU ist immer noch ein Sammelsurium von 27 Staaten, deren Regierungen eine Politik betreiben, die auf die Verwirklichung von Partikularinteressen abzielt. Politische Parteien machen sich nationalistische Ressentiments zu Nutze. Die größten europäischen Nationen – Frankreich und Deutschland – sehen nicht ein, dass sie von den kleineren und ärmeren Nachbarn etwas Neues lernen könnten. Zu einer wirklichen Integration der EU kommt es erst, wenn eine große Wanderung der europäischen Völker beginnt - in einem viel größerem Ausmaß als die heutige Arbeitsmigration aus Mitteleuropa."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. Mai 2007

 

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