02.12.2008
Die slowakische Regierung wirft den Medien des Landes vor, nicht objektiv zu zu sein und die Regierung zu sehr zu kritisieren. Die Journalisten befürchten, dass mit einem neuen Mediengesetz eine Art Zensur eingeführt werden soll. Martin Masek findet die Vorwürfe der Regierung nicht völlig unbegründet und verweist auf das niedrige Niveau des slowakischen Boulevardjournalismus: "Die Art und Weise, wie sich die Boulevardmedien, aber auch die Boulevardteile der seriöseren Medien, gerieren, bewegt sich häufig an der Grenze zur reinen Dummheit. Das so genannte Infotainment macht aus wichtigen Nachrichten Unerheblichkeiten und schreibt Blödsinn groß. Wichtige Leute werden heruntergeschrieben und Unbedeutende zu Stars aufgeblasen. Dieses Boulevardprinzip hat über den ernsthaften Journalismus gesiegt und ihn an den Rand der Gesellschaft gedrückt. Da sich aber die jetzige Regierung vor den Wahlen bewusst des Boulevardjournalismus bediente, kann sie nun nicht erwarten, dass der sich ihr gegenüber wie gegenüber ehrbaren Intellektuellen verhält."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Medienpolitik, » Slowakei Alle verfügbaren Texte von » Martin Masek
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. Mai 2007
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