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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 14. Mai 2007

Streit um Geheimdienstakten in Polen

Adam Michnik, Chefredakteur der Gazeta Wyborcza und ehemaliger Solidarnosc-Aktivist, hat im Lustrations-Streit einen überraschenden Positionswechsel vollzogen. Er spricht sich dafür aus, die ehemaligen Geheimdienstakten, die heute vom Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) verwaltet werden, der Öffentlichkeit vollständig zugänglich zu machen. "Ich war immer der Meinung, dass das Spektakel ums öffentliche Wühlen in den Akten ein unkluges und unmoralisches Prozedere ist... Man muss der Allmacht der gegenwärtigen Leitung des IPN [Institut für Nationales Gedenken], die zu einer albtraumhaften Erinnerungspolizei geworden ist, ein Ende setzen... Deswegen sollten die Unterlagen allen zugänglich gemacht werden - mit allen schrecklichen Konsequenzen. Das wird immer noch besser sein als die heutige Situation. Wir müssen die Akten öffentlich machen, um ihre Herrschaft über uns zu beenden. Lieber ein Ende des Schreckens als ein Schrecken ohne Ende."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 15. Mai 2007

 

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