05.07.2009
Die rechtsextreme Partei Front National hat in der ersten Runde der französischen Parlamentswahlen vom vergangenen Sonntag mit 4,3 Prozent der Stimmen relativ schwach abgeschnitten. Sylvain Besson glaubt, dass Nicolas Sarkozy mit seiner UMP der Partei von Jean-Marie Le Pen das Wasser abgegraben hat, indem er dessen Lieblingsthemen wie "'Gewalt, Immigration, nationale Identität und eine Übermacht des Staates' besetzt hat... Das ist auch für andere europäische Länder lehrreich, die ebenfalls Spielarten eines mehr oder weniger ausgeprägten Populismus ausgesetzt sind. Man sollte die Sorgen der Bürger ernst nehmen, auch wenn sie politisch nicht korrekt sind. Das ist allemal besser als sich hinter einem verbalen Antifaschismus zu verstecken, der zwar gut gemeint ist, aber in der Sache leider nichts ausrichtet. Es ist besser, Vorschläge zu machen, auch wenn sie angreifbar sind und manchmal demagogischer Natur, als davon auszugehen, die Rechtsextremen würden verschwinden, bloß weil sie moralisch geächtet werden. Weil Nicolas Sarkozy das verstanden hat, ist er Präsident geworden."
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» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 12. Juni 2007
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