05.07.2009
Der heutige bulgarische Staatspräsident Georgi Parwanow hat als junger Historiker für den dortigen Staatssicherheitsdienst gearbeitet, wie nun bekannt wurde. Christo Christow kommentiert: "'Ich gestehe, dass ich für die Staatssicherheit gearbeitet habe. Verzeiht bitte.' Solch eine öffentliche Entschuldigung hat unsere Gesellschaft in den vergangenen 17 Jahren kein einziges Mal zu hören bekommen, wenn es um die Frage nach der Mitarbeit in einem repressiven Apparat des totalitären Regimes ging... Bei uns erklären die öffentlich enttarnten Agenten und Informanten stattdessen vielmehr, dass sie dies aus großer Liebe für ihre Heimat getan hätten, nur aus nationalem Interesse gehandelt haben und sich dafür nicht schämen müssten." In den vergangenen 17 Jahren des schwierigen Transformationsprozesses "haben die Bulgaren genügend Manipulation und Akten gesehen. Und nun werden wir erneut Zeugen, dass eine Tatsache, die unser Staatsoberhaupt betrifft, lange verheimlicht wurde, und sich dadurch in eine Manipulation der gesamten Gesellschaft verwandelt hat."
» zum ganzen Artikel (externer Link, bulgarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Geschichte, » Bulgarien Alle verfügbaren Texte von » Christo Christow
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 23. Juli 2007
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