05.07.2009
Anlässlich des Wahkampfs in der Schweiz überlegt Joseph Hanimann, was den Populismus der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und ihres Spitzenkandidaten Christoph Blocher von dem anderer Länder unterscheidet: "Wirkt der Populismus anderswo in Europa verhockt, auffahrend, ressentimentgeschüttelt, vulgär, so tritt er bei den Anhängern von Christoph Blocher und seiner SVP mit einem kühlen Sach- und Menschenverstand auf, der verblüfft und der ihn besonders unheimlich macht... Anders als Le Pens Front National in Frankreich, als die norditalienischen oder flämischen Regionalisten, als die polnischen Nationalisten, als Haiders Liberal-Patrioten und die sonstigen europäischen Fundamentalvarianten gegen die Globalisierung braucht die SVP-Ideologie keine kernigen Sätze, pointierten Provokationen und sakralisierten Prinzipien, sondern klingt irgendwie immer ein paar Töne zu leise. Das macht sie weit herum hörbar, weiter als ihre Schwesterparteien, und veranlasst auch die Gegner zu moderaten Antworten im Namen der höheren Vernunft."
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