02.12.2008
Swetoslaw Terziew kommentiert eine Debatte über die Roma, die diese Woche im Europaparlament stattgefunden hat. "Es hieß, die Roma sollten bleiben, wo sie sind, die EU solle sich darauf beschränken, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Zwischen 2004 und 2006 sind für die Integration der Roma in Bulgarien und Rumänien - dort leben 40 Prozent aller Roma der EU - 60 Millionen Euro ausgegeben worden. Für die übrigen Roma Europas waren es 275 Millionen Euro. Das sind keine großen Summen - aber es wird deutlich, wo es mehr EU-Mittel gibt: dort, wo der Lebensstandard höher ist. Für ein Volk mit nomadischen Wurzeln ist es daher selbstverständlich, von Ost nach West zu ziehen. Das tun die Vertreter der 'sesshaften' Völker auch, warum sollte man den Roma dieses Recht verwehren? Europa muss begreifen, dass die Roma jetzt EU-Bürger sind wie alle anderen auch... Man kann sie nicht in den Riesenghettos Bulgariens und Rumäniens halten, denn das widerspricht ihrer Nomadenkultur - und dem EU-Grundprinzip der Nichtdiskriminierung."
» zum ganzen Artikel (externer Link, bulgarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Bulgarien Alle verfügbaren Texte von » Swetoslaw Terziew
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 16. November 2007
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