02.12.2008
Die Internationale Buchmesse in Turin, die vom 8. bis 12. Mai stattfindet, hat Schriftsteller aus Israel als Ehrengäste geladen. Diese Entscheidung hat in Italien zu heftigen Diskussionen und sogar zu Boykottaufrufen geführt. Der italienische Abgeordnete algerischer Abstammung Khaled Fouad Allam bedauert diese Kampagne. "Die Buchmesse ist für die Menschen und Kulturen ein Laboratorium der Freiheit. Wird diese Freiheit eingeschränkt, verliert die Menschheit. Man darf das Drama der Palästinenser und die dringende Notwendigkeit eines palästinensischen Staates, der fähig sein muss, demokratisch neben dem Staat Israel zu existieren, nicht verschweigen. Doch wenn wir Araber vorankommen wollen, müssen wir verstehen, bis zu welchem Grad Fragen des Vergessens und des Gedenkens, des Blutes und der Tränen für ein Märtyrervolk wesentlich sind."
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