02.12.2008
In Polen wird es keinen Prozess gegen den polnisch-amerikanischen Historiker Jan Tomasz Gross wegen seines Buches "Die Angst" über Antisemitismus in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg geben. Grzegorz Pawelczyk begrüßt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Krakau, die Ermittlungen wegen Verdachts auf Verleumdung der polnischen Nation sowie Volksverhetzung einzustellen. "So vermeiden wir einen Prozess, der - unabhängig vom Urteil - Polen in den Augen der Welt kompromittieren würde. Überhaupt sind Prozesse absurd, die sich gegen Bücher oder Presseartikel richten. Abgesehen von Prozessen, die Fehlinformationen betreffen, verletzen alle anderen ein grundlegendes Prinzip der Demokratie, nämlich die Freiheit des Wortes. Ein zusätzliches Problem in Polen ist, dass viele Richter entweder nicht verstehen, was die Freiheit des Wortes bedeutet, oder keine Ahnung davon haben, wie ein Verlag funktioniert."
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» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 12. Februar 2008
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