20.07.2008
Die unmittelbar bevorstehende Unabhängigkeit des Kosovo sei ein Grund zum Feiern, findet Roger Cohen. "Zwar wird Serbien gegen das, was der serbische Premierminister 'einen fiktiven Staat auf serbischem Territorium' nennt, Sturm laufen, der russische Bär wird brummen und die Spannungen auf dem Balkan werden wieder aufflackern... Doch es ist eine Tatsache, dass die Unabhängigkeit des Kosovo gerechtfertigt, einzigartig und unvermeidbar ist... Serbien hat sein nationalistisches Spiel um den Kosovo schon vor langer Zeit verloren. Die Differenzen, die daraus erwachsen, sind unüberwindlich. Ein weiteres Aufschieben des Unvermeidlichen kann der Region nur schaden... Die Außenminister der EU treffen sich am Montag und könnten sich auf eine gemeinsame Aussage darüber einigen, ob die Bedingungen für eine Anerkennung erfüllt sind. Vermutlich wird eine klare Mehrheit der 27 Mitglieder - sicher nicht weniger als 20 - den Kosovo schnell anerkennen... Einstimmigkeit wäre schön, aber ein breiter Konsens ist ausreichend... Noch wichtiger ist, dass die USA und Europa Seite an Seite gehen, was in letzter Zeit nicht besonders oft vorgekommen ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Serbien Alle verfügbaren Texte von » Roger Cohen
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 14. Februar 2008
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