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Le Courrier - Schweiz | Freitag, 15. Februar 2008

Muss man Extremisten provozieren?

Rachad Armanois kritisiert die dänischen Zeitungen, die die Mohammed-Karikaturen erneut veröffentlicht haben, weil auf einen der Zeichner ein Anschlag geplant war: "Nach den Ermittlungen der Polizei haben die Extremisten versucht, das Feuer der Empörung erneut zu entfachen. Muss man deshalb ihr Spiel mitspielen und das Ganze hochgehen lassen?... Statt für die Muslime – die ja selbst Geisel dieser Fanatiker sind – Partei zu ergreifen, veröffentlicht man wieder mal die sie anklagenden Karikaturen. Die dänischen und alle anderen Zeitungen hätten sich neue und subtilere Zeichnungen ausdenken können, die nicht sofort den Islam ins Visier genommen hätten, sondern die fanatischen Auswüchse, zu denen diese Religion - wie übrigens alle andern auch - führen kann. Doch eine so 'nuancierte' Geste war nicht wirklich angesagt angesichts des opportunistischen und undistanzierten Beifalls, den französische Politiker und Journalisten der neuen 'muslimischen Marianne' spendeten, der Somalierin Ayaan Hirsi Ali, die im Koran und dem Propheten nur Tod und Zerstörung entdecken kann."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 15. Februar 2008

 

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