02.12.2008
Die Uno und die Europäische Kommission haben auf Fälle "sprachlicher Diskriminierung" in Flandern hingewiesen. In mehreren Berichten der letzten Woche kritisierten sie, dass die flämische Regierung einen "Wooncode" verabschiedet hat, nach dem Sozialwohnungen nur noch Mietern zugänglich sein sollen, die flämisch sprechen oder versuchen, das Flämische zu lernen. Martine Vandemeulebroucke meint: "Die sprachliche Diskriminierung und der Anstieg des Rassismus zwischen den beiden Gemeinschaften sind ein Tabu - obwohl beides existiert. Die lang anhaltende Krise... hat die öffentliche Meinung radikalisiert. Bei der Initiative gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, Mrax, die sich sonst mehr mit den Problemen illegaler Einwanderer oder der marokkanischen und türkischen Minderheit beschäftigt, gehen immer mehr Beschwerden über Rassismus zwischen Flamen und Wallonen ein... Dabei kann es sich auch um Flamen handeln, die in bestimmten [französischsprachigen] Krankenhäusern ein gewisses Interesse daran haben, dass die Zweisprachigkeit gewahrt bleibt. Fällt das in den Bereich der rassistischen Diskriminierung? Auf jeden Fall ist man nicht mehr weit davon entfernt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Minderheiten, » Belgien Alle verfügbaren Texte von » Martine Vandemeulebroucke
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 13. März 2008
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