02.12.2008
Der Fackellauf mit dem olympischen Feuer durch London wurde von Protesten und Handgreiflichkeiten begleitet. Jim White verteidigt die Sportler, die sich auf einmal inmitten eines geopolitischen Konflikts befinden. "Wenn man nach dem Ärger geht, dem gestern Ausdruck verliehen wurde, dann scheint es, als wären Sportler die einzigen, die mit China Umgang haben... Warum fragt niemand bei den Banken nach, die Filialen in Schanghai eröffnen...? Wie kommt es, dass heute allein dem Sport ein Gewissen abverlangt wird?... Dass die Olympischen Spiele in China stattfinden, trägt mehr dazu bei, auf die Menschenrechtsdefizite des Landes aufmerksam zu machen als jedes andere Ereignis in diesem Jahrzehnt. Ohne die beschämenden und chaotischen Szenen gestern aus London hätten wohl nur wenige über Tibet nachgedacht und die schlechte Situation in dieser Region hätte sicher nicht zu den Top-Nachrichten des Tages gezählt. Als die Fackel sich ihren Weg durch die fahnenschwenkende und parolenskandierende Menge bahnte, hat sie gezeigt, was sie am besten kann: in die dunkelsten Ecken leuchten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sport, » Großbritannien, » China Alle verfügbaren Texte von » Jim White
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. April 2008
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