02.12.2008
Im finnischen Fernsehen wurden vor kurzem schwere Vorwürfe gegen den slowenischen Ministerpräsidenten Janez Janša erhoben. Er solle beim Kauf finnischer Panzerfahrzeuge für die slowenische Armee Bestechungsgelder erhalten haben. Darjan Košir, Chefredakteur der Tageszeitung Delo, schreibt, dass diese Affäre unabhängig von ihrem Ausgang eine Auswirkung auf die Wahlen im September haben wird: "Sloweniens Ministerpräsident Janez Janša hat keine Wahl mehr: Entweder verklagt er das finnische Fernsehen auf Schadenersatz wegen falscher Anschuldigungen gegen ihn und den slowenischen Staat, oder er gibt den 'Jahrhundertdeal' zu und zieht sich aus der Politik zurück, bevor die slowenischen Wähler ihn am 21. September aus dem Verkehr ziehen werden, denn diese würden die Schmiergeldanschuldigungen schwer verdauen. ... Falls die Schuld Janez Janšas in den kommenden Tagen mehr oder weniger offensichtlich wird, ist er politisch tot. Falls nichts klar wird, wird er die Parlamentswahlen im September (als Opfer) mit großem Vorsprung gewinnen, oder (als vermeintlicher Schuldiger) ebenso überzeugend verlieren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowenisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Handel, » Slowenien, » Finnland Alle verfügbaren Texte von » Vlado Miheljak
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 3. September 2008
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