05.07.2009
Die linke Tageszeitung Právo kritisiert Tschechiens Präsidenten Václav Klaus, weil er trotz der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes 2009 die Europa-Flagge nicht auf seinem Amtssitz, der Prager Burg, wehen sehen will: "Niemand in Tschechien oder der EU, der Klaus kennt, dürfte von dessen Einstellung überrascht sein. Jeder weiß, dass Klaus seinen eigenen Kopf hat. Er setzt seinen Kampf gegen alles fort, was ihm missfällt. Diesmal gegen eine Fahne, die kein Symbol des Nationalstaates ist." Das Argument von Klaus, Tschechien sei auch Mitglied von Nato oder UNO, ohne deren Fahnen zu hissen, gelte nicht. "Mit beiden hat Klaus nie im Streit gelegen. Mit der EU aber führte er Krieg, führt Krieg und wird ihn immer führen. ... Freilich wurde Tschechien EU-Mitglied aufgrund einer Mehrheitsentscheidung der Tschechen in einem Referendum. Das ist der Unterschied zu unserer Mitgliedschaft in UNO oder Nato, der keine Volksabstimmungen vorausgingen. ... 'Mein Haus - meine Burg' ist ein hübscher Spruch. Aber die Prager Burg ist nicht das Haus von Klaus."
» weiterführende Informationen (externer Link, tschechisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Tschechien Alle verfügbaren Texte von » Alexandr Mitrofanov
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 15. Oktober 2008
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