04.07.2009
Die spanische Tageszeitung La Razón wirft dem Ermittlungsrichter Garzón vor, mehr von persönlichem Geltungsdrang als von der Suche nach Gerechtigkeit getrieben zu sein: "Plötzlich hat er seine Ermittlungen über die Verbrechen während des Bürgerkriegs und des Frankismus in ein Schnellverfahren verwandelt, um zu verhindern, dass die Staatsanwaltschaft rechtzeitig handeln kann und das Strafgericht darüber entscheidet, ob Garzón zuständig ist oder nicht. Mit dieser Strategie zwingt er die Staatsanwaltschaft, ein Verfahren gegen Garzóns Vorgehen einzuleiten, das [Garzón] eine Frist einräumt, es anzunehmen oder abzulehnen. Das gibt ihm einen zeitlichen Spielraum, um einige Gräber öffnen zu lassen und sich mit dem Totenkopf von [Federico] García Lorca [wichtiger spanischer Dichter, der Opfer politischer Säuberungen wurde] vor allen Medien ablichten zu lassen. ... Baltasar Garzón hat im Laufe der Jahre immer wieder gezeigt, dass sein Handeln oft von einem übertriebenen persönlichen Geltungsdrang motiviert ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Kriminalität / Rechtsprechung, » Geschichte, » Spanien Alle verfügbaren Texte von » Carmen Gurruchaga
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 20. Oktober 2008
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