04.07.2009
In Italien gibt es seit Wochen Proteste gegen Sparmaßnahmen, die auch das Bildungwesen betreffen. Die linksdemokratische Oppositionspartei PD wird am Wochenende eine Kundgebung gegen die Politik der konservativen Regierung von Minsterpräsident Berlusconi abhalten. Die italienische Tageszeitung La Stampa kritisiert die Androhung Berlusconis gegen die Proteste einzuschreiten. "Das gewollte oder ungewollte Resultat der Worte Berlusconis ist die Verschmelzung in eine einzige Front der verschiedenen Bewegungen. Stimmen werden laut, die Kundgebung der Partei [PD] allen Fronten zu öffnen. Dies könnte dazu führen, dass die Demonstration – wie vor Jahren – wieder zu einer reinen Anti-Berlusconi Kundgebung wird, für die die linke Opposition bereits einen hohen Preis bezahlt und Berlusconi seit Jahren reichlich politische Dividende einkassiert hat. Wir wissen nicht, ob der Premier mit dieser Absicht [die Opposition der PD in radikale Positionen zu drängen] versucht hat, die Spannungen anzuheizen. Sicher ist aber, dass das nicht der richtige Weg ist, um Studenten, Lehrer und Eltern von der Schulreform zu überzeugen. ... Soldaten zur Müllhalde in Neapel zu schicken ist etwas anderes als die Schulen zu militarisieren."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Erziehung / Ausbildung / Bildung, » Italien Alle verfügbaren Texte von » Federico Geremicca
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 23. Oktober 2008
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